Tickende Zeitbombe auf der A61 aus dem Verkehr gezogen

Der Sattelauflieger mit ungesicherter Ladung

21.08.2023
A61 / GUNDERSHEIM (red). Am Donnerstag konnte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein schwerer LKW-Unfall verhindert werden. In Höhe der Ausfahrt Gundersheim bemerkte eine Streife der Bundespolizei einen schiefhängenden Sattelzug mit ausgebeulter Plane. Geistesgegenwärtig entschieden sie sich das Fahrzeug auf den Parkplatz Langwiese zu lotsen.

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Was sie nicht wussten, dass auf diesem Parkplatz zufällig die spezialisierten Fachkräfte für den gewerblichen Güter- und Personenverkehr (GGuP) der Verkehrsdirektion Mainz eine Kontrolle eingerichtet hatten. Nach einer kurzen Absprache übernahmen die Spezialisten kurzerhand die Kontrolle des auffälligen Sattelzugs.

Riss im Hauptrahmen des Aufliegers

Wenige Minuten später war klar: so geht die Fahrt nicht weiter. Im Auflieger konnte ein regelrechter Knick festgestellt werden. Auf der Beifahrerseite war der Hauptrahmen fast komplett durchgerissen. Die mangelhaft gesicherte Ladung war unter anderem durch den Riss im Hauptrahmen bereits verschoben bzw. umgefallen.

„Es kann davon ausgegangen werden, dass bei der nächsten größeren Bodenwelle der Träger komplett gebrochen wäre, was mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem schweren Verkehrsunfall geführt hätte. Der mazedonische Fahrer wusste von diesem Defekt und der unmittelbar bevorstehenden Katastrophe nichts“, teilte die Polizei mit.

Bei Überprüfung der Personalien vom Fahrer stellte sich zudem heraus, dass der Fahrer ohne Visum beziehungsweise eine sogenannte Fahrerbescheinigung für eine europäische Firma arbeitete.

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Dadurch hatte er illegal in der EU Arbeit aufgenommen und hielt sich somit auch illegal in der Deutschland auf. Er wurde an das zuständige Ausländeramt übergeben. „Am Ende wurden das Fahrzeug und der Fahrer aus dem Verkehr gezogen und die Fahrt beendet“, teilte die Polizei abschließend mit.

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