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Nach Flutkatastrophe: Kirchenkreis erhält dramatische Bilder aus Ruanda

17.05.2023
Von Marion Unger
KREIS BAD KREUZNACH /RUBENGERA (RWANDA). Bilder, die an Dramatik kaum zu übertreffen sind, erreichen den evangelischen Kirchenkreis An Nahe und Glan aus seiner Partnerregion Rubengera in Ruanda: Häuser liegen in Trümmern, Vieh treibt in den Fluten, Erdrutsche zerstören Straßen und in den Videos hört man den infernalischen Lärm des strömenden Wassers.

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Just in dem Moment, als der Synodale Fachausschuss Ruanda (SFR) in einer spätabendlichen Sitzung das Programm für den im Juni geplanten Besuch einer Delegation aus dem Presbytery Rubengera plante, erreichten die Meldungen den Kirchenkreis. „Binnen weniger Stunden standen wir mit unseren Partnern in unmittelbarem Kontakt durch Anrufe, Mails, Bild- und Tonaufnahmen“, erklärten Andrea Hügle und Karin Althaus-Grewe, die Vorsitzenden des SFR. Bereits kurz nach den ersten Informationen brachte der Ausschuss Soforthilfe für die Partner in Höhe von 5 000 Euro auf den Weg. „Wir sind einander im Herzen und Handeln sehr nahe“, betonen beide.

Tief betroffen von der Flutkatastrophe zeigte sich nach einigen Worten Superintendentin Astrid Peekhaus. „Wir sind froh, dass wir sofort Hilfe leisten können. Das betrifft nicht nur materielle Unterstützung, wir sind auch mit unseren Gedanken und Gebeten bei den Partnern.“

Wie dramatisch sich die Lage in Ruanda und in Nachbarländern seit dem 3. Mai entwickelt, erfährt der Kirchenkreis von der Afrika-Abteilung der Vereinten Evangelischen Mission. Pascal Bataringaya, Präsident der Eglise Presbytérienne au Rwanda, informiert über 130 Tote und zahlreiche Vermisste, nachdem sintflutartige Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst haben. Rettungsaktionen werden durch den anhaltenden heftigen Regen erschwert.

Auf dem Weg zur Schengen-Botschaft in Kigali wurde die Delegation, die im Juni den Kirchenkreis besuchen will, von einem klaffenden Loch in der Straße, verursacht durch abstürzende Erdmassen, überrascht. Von vielen Toten und Verletzten sowie von verheerenden Schäden an Häusern, Äckern, Straßen und Brücken berichtet Emmanuel Hakizimana, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees des Presbytery Rubengera. Die am stärksten betroffenen Familien kommen nach seiner Darstellung bei Verwandten und Freunden unter. Aber die Zahl der Obdachlosen sei von einem Tag auf den anderen enorm gestiegen. „Der Regen scheint anzuhalten“, beschreibt Hakizimana die Aussichten der nächsten Tage.

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„Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern in Rubengera und erfahren aus erster Hand, wie dramatisch die Lage ist“, äußert sich SFR-Vorsitzende Andrea Hügle. Es sei erschreckend zu sehen, wie sehr sich Natur- und Klimakatastrophen wiederholen. „In solchen Zeiten ist Partnerschaft, ist Freundschaft wichtiger denn je.“ Im Kirchenkreis wecken die Nachrichten aus dem afrikanischen Partnerland Erinnerungen an die Flut im Ahrtal. Seinerzeit hatten die Gemeinden der Presbytery Rubengera Spenden gesammelt, die den Flutopfern an der Ahr zugutekamen.

„Jetzt ist es wiederum an uns, Trost und Mut zuzusprechen, was für die Menschen in Rubengera ungemein wichtig ist“, meint Hügle.  Die Solidarität dürfe sich aber nicht in Worten erschöpfen. Der Kirchenkreis will die Menschen, deren Existenzgrundlage von den Wasser- und Erdmassen fortgerissen wurde, auch finanziell unterstützen. „Es geht um nichts Geringeres als um den Wiederaufbau weiter Teile der Region und es geht auch um Klimagerechtigkeit“, unterstreicht sie. „Wir können dazu beitragen, dass die Menschen in Rubengera wieder eine Zukunftsperspektive für sich sehen. Jeder Euro hilft.“ Mit einer Spendenaktion des Kirchenkreises, so fügt Superintendentin Astrid Peekhaus hinzu, könne unbürokratisch und unmittelbar geholfen werden. „Die gegenseitige Unterstützung in guten wie in schlechten Zeiten zeigt, wie nahe wir uns sind.“

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Um die größte Not der von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen zu lindern, bittet der Kirchenkreis An Nahe und Glan um Spenden auf das Konto bei der
Sparkasse Rhein-Nahe gebeten: Kirchenkreis An Nahe und Glan IBAN: DE51 5605 0180 0010 1998 18 Stichwort: „Flut in Ruanda“


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