Handybenutzung während der Autofahrt: Rheinland-Pfälzische Polizei setzt neue Überwachungskamera ein

Die MONOcam im Einsatz.

RHEINLAND-PFALZ. Oft passieren Verkehrsunfälle durch Ablenkungen der Fahrer. Dabei spielen auch Kommunikationsgeräte wie Handy und Laptop eine wichtige Rolle. In einem Pilotprojekt wird die rheinland-pfälzische Polizei ab dem 1. Juni besonders Autofahrer kontrollieren, die solche Geräte während der Fahrt benutzen.

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Innenminister Roger Lewentz hat heute auf der Brücke der A60 bei Mainz-Finthen das Pilotprojekt vorgestellt. Die Kamera löst aus, wenn ein Mobiltelefon und eine entsprechende Handhaltung erkannt werden. Geschulte Polizeibeamte bewerten dann unmittelbar vor Ort den festgestellten Verstoß.

„Durch den Einsatz der neuen Kamera versprechen wir uns eine weitere Erhöhung der Verkehrssicherheit. Denn Rheinland-Pfalz soll auch in Zukunft eines der verkehrssichersten Bundesländer bleiben. Die Zahl der Toten im Straßenverkehr liegt in Rheinland-Pfalz auf einem historischen Tiefstand. Aber jeder einzelne bei einem Unfall ums Leben gekommene Mensch ist immer noch einer zu viel. Allein in 2021 ereigneten sich 1001 Unfälle mit der Ursache Ablenkung, unter anderem aufgrund von Handynutzung am Steuer“, sagte Innenminister Lewentz.

Die Kamera macht scharfe Bilder, danmit die Fahrer zu erkennen sind.

Rheinland-Pfalz sei bundesweit das erste Bundesland, das diese innovative Technik für mehr Verkehrssicherheit einsetzt.
Um Verkehrsunfälle mit Ursache Ablenkung zu reduzieren, habe sich eine landesweite Arbeitsgruppe im Polizeipräsidium Trier unter Leitung von Polizeirat Matthias Emmerich seit dem Sommer 2021 mit der Verfügbarkeit und dem Einsatz technischer Geräte zur Erkennung solcher Verstöße befasst.

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„Ausgewählt wurde das System MONOcam, das bereits von der niederländischen Polizei erfolgreich eingesetzt wird, so Emmerich.
Von den niederländischen Polizeikollegen hat die rheinland-pfälzische Polizei auch die wichtigen Informationen bekommen. Doch nicht nur Informationen, sondern auch die notwendige Software. Diese wurde von den Polizisten in den Niederlanden entwickelt. Von einer sehr guten Zusammenarbeit sprachen Lewentz und Marcel Maaseling von der Polizei in den Niederlanden.

Minister Lewentz stellte die Kamera auf der Brücke der A60 in Mainz-Finthen vor.

„Den aktuellen Herausforderungen in der Verkehrssicherheit müssen wir mit zeitgemäßer Technik begegnen, wenn wir dem Leitgedanken der europäischen Verkehrspolizeien ROADPOL folgen und die Zahl der Verkehrstoten auf null reduzieren wollen“, so Polizeirat Matthias Emmerich zur Kooperation mit der niederländischen Polizei.

Das System arbeitet ähnlich wie bereits bekannte Abstands- und Geschwindigkeitsüberwachungssysteme und beobachtet den Verkehrsfluss aus einer erhöhten Position. Dabei achtet das System auf Mobiltelefone im Bereich des Fahrers und auf eine entsprechende Handhaltung. Werden beide Kriterien erfüllt, löst die Kamera aus, um dies fotografisch zu dokumentieren. Im Anschluss bewertet unmittelbar eine speziell geschulte Polizeibeamtin oder ein Polizeibeamter den festgestellten Verstoß. Die Handynutzung am Steuer wird auch bisher schon mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet.

In enger Abstimmung mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationssicherheit wurde das System bereits geprüft und datenschutzrechtliche Voraussetzungen zum Betrieb auf den rheinland-pfälzischen Straßen geschaffen.

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In den kommenden sechs Monaten wird die MONOcam in den Polizeipräsidien Mainz und Trier getestet. Im Anschluss werden die Ergebnisse bewertet und entschieden, ob die Kameras von der Polizei bestellt werden. Die Kosten pro Kamera belaufen sich auf 20 000 Euro.

Die Fahrer können nicht nur von Autobahnbrücken kontrolliert werden, sondern auch von Brücken auf Land-und Kreisstraßen.

pdw / 19.05.22

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