Das Kreisgesundheitsamt hat „Altfälle“ nacherfasst: Es gibt keine besonders erhöhte Infektionslage

RHEIN-HUNSRÜCK-KREIS. Der Rhein-Hunsrück-Kreis hat die Statistik zu den aktuellen Corona-Fallzahlen seit vergangener Woche ausgesetzt und diese Zeit genutzt, um ein neues Meldeverfahren zu etablieren. Darüber hinaus wurden in diesem Zeitraum zahlreiche „Altfälle“ nachgearbeitet und damit auch nachträglich gemeldet. Da diese Nachmeldungen automatisch in die aktuelle Statistik des Robert-Koch-Institutes (RKI) einfließen, ohne dass das jeweilige Datum der einzelnen Fälle und Infektionen berücksichtigt wird, weist der Rhein-Hunsrück-Kreis seit Ende vergangener Woche eine hohe 7-Tage-Inzidenz aus.

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„Die Nacherfassung einer erheblichen Anzahl von bereits längst beendeten Infektionen und eine notwendige technische Umstellung des Verfahrens führen aktuell zu einer Verschiebung der Datenlage“, erklärt Landrat Volker Boch, „die aktuell in der Statistik des RKI aufgeführten hohen Fallzahlen begründen sich ausschließlich durch die gezielte und mit Hochdruck vorgenommene Nachmeldung und die Tatsache, dass die Statistik des RKI nicht ausweist, welches Datum die einzelnen Infektionen haben. Fest steht, dass es aktuell keine außergewöhnliche und auch keine besonders erhöhte Infektionslage im Rhein-Hunsrück-Kreis gibt.“

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Die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den statistisch erfassten Daten größtenteils um Fälle von nicht mehr infizierten Personen handelt. Aufgrund der Erstellung von 7-Tages-Inzidenzen in der Statistik des RKI und der Art des Meldesystems werden die hohen Fallzahlen zwar als tagesaktuell ausgewiesen, sind aber tatsächlich keine aktuellen Infektionen. Auf den Umstand, dass sich Infektionsdatum und Meldedatum erheblich unterscheiden können, weist das RKI in seinen Erläuterungen zum täglich aktualisierten Dashboard ausdrücklich hin.

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Nach vollständiger Nacherfassung der Fälle – voraussichtlich am 12. Mai 2022 – wird das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung die täglichen Neumeldungen wieder auf die Ortsgemeinden aufteilen.

„Uns geht es darum, die aufgrund von hohen Infektionszahlen zu Beginn des Jahres sowie durch technische Herausforderungen entstandenen Rückstände gezielt aufzuarbeiten und den Bürgerinnen und Bürgern schnellstmöglich wieder aktuelle Daten zur Infektionslage bieten zu können“, erklärt Landrat Volker Boch.

red / 11.05.22

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