Ehemalige Jugendherberge in Sargenroth nimmt als Unterkunft für Geflüchtete ihren Betrieb auf

Bürgermeister Gerd Martin, Landrat Volker Boch, Bürgermeister Michael Boos, Markus Stadermann, Kreisbereitschaftsführer Heinz-Dieter Wies, Bürgermeister Johannes Herrmann, Bürgermeisterin Julie Kaiser-Girard; Koordinator des Landkreises Karl-Heinz Wagner (v.re.)

SARGENROTH. Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine sind über vielfältige Wege, vor allem auch über ehrenamtliches Engagement, Hunderte Personen im Rhein-Hunsrück-Kreis angekommen und haben hier Schutz gefunden. Die ersten 22 Geflüchteten aus der Ukraine konnten jetzt in der ehemaligen Jugendherberge in Sargenroth aufgenommen werden.

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Die Verwaltungen der Stadt Boppard und die Verbandsgemeinden sind ebenso wie die Kreisverwaltung durch die gegenwärtige Situation stark gefordert. In der Kreisverwaltung wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet, um die Arbeit der verschiedenen Fachbereiche und Dezernate zielgerichtet zu bündeln. Seit Anfang März wird das Engagement der Kreisverwaltung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine mit hoher Priorität betrieben. Dabei wird die übrige umfangreiche Arbeit, die beispielsweise durch die Corona-Situation weiterhin besteht, nicht vernachlässigt. Es wurden personelle Ressourcen so gebündelt und geschaffen, dass auch der Versorgung geflüchteter Personen aus anderen Herkunftsländern weiterhin ein großes Augenmerk gilt.

Die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis geht davon aus, dass inzwischen die meisten Geflüchteten einen Antrag auf Hilfeleistung oder für eine Registrierung gestellt haben. Konkret hat die Verwaltung Kenntnis von 1.200 Personen, die jetzt im Rhein-Hunsrück-Kreis leben.

Mit der Inbetriebnahme der ehemaligen Jugendherberge Sargenroth als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine konnte seitens der Kreisverwaltung und der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen eine zusätzliche Kapazität von rund 80 Plätzen geschaffen werden. Mieter ist die Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von 15 Monaten mit Verlängerungsoption. Landrat Volker Boch und Bürgermeister Michael Boos danken Jakob Geditz, Vorstandsvorsitzender der Jugendherbergen Rheinland-Pfalz/Saarland ausdrücklich für die Bereitschaft, die ehemalige Waldjugendherberge diesem Nutzungszweck zuzuführen und gemeinsam mit dem potenziellen Käufer der Jugendherberge eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.

Landkreis, Verbandsgemeinde und die Ortsgemeinden Sargenroth, Tiefenbach und Riesweiler haben das Projekt zur Unterbringung von Geflüchteten gemeinsam begonnen und werden hierbei sehr stark von Ehrenamtlichen unterstützt. Die Verpflegung der Geflüchteten wird vorerst vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) übernommen, organisiert von Kreisbereitschaftsführer Heinz-Dieter Wies. Auch der Einkauf wird vom DRK zentral organisiert. Es ist weiterhin geplant, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner selbst einbringen.

Markus Stadermann aus Tiefenbach hat in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung ein regionales Ärzteteam zusammengestellt, das sich bereits vorgestellt hat und auch rege in Anspruch genommen wird. Arztzimmer und Krankenstation sind vor Ort eingerichtet, ein Medikamentenvorrat ist angelegt. „Das Projekt in Sargenroth läuft richtig gut an und wird sicher ein großes Erfolgsprojekt“, so Stadermann.

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„Das Engagement vieler Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis ist beeindruckend. Seit vielen Wochen leisten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ehrenamtliche, unmittelbare Hilfe. Ob es Spenden, Hilfstransporte oder auch die Versorgung, Betreuung und Unterbringung Geflüchteter sind: Die Rhein-Hunsrücker Bürgerschaft setzt sich in einem erheblichen Umfang für notleidende Menschen ein. Dies ist ein wichtiges Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung mit großem Respekt erfüllt. Unsere Verwaltung unterstützt, wo sie kann und wo ihre Hilfe notwendig ist“, betont Landrat Volker Boch. „Die Inbetriebnahme der ehemaligen Jugendherberge Sargenroth als Unterkunft für Geflüchtete wäre ohne das selbstlose Engagement der vielen Ehrenamtlichen, organisiert durch Ortsbürgermeisterin Julie Kaiser-Girard, Tiefenbach, Ortsbürgermeister Gerd Martin, Sargenroth und Ortsbürgermeister Johannes Herrmann, Riesweiler, kaum umsetzbar gewesen.“

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Bürgermeister Michael Boos ist von dem Projekt „Jugendherberge Sargenroth“ ebenfalls überzeugt: „Hier zeigt sich, wie gut die kommunale Familie zusammensteht und gemeinsam mit den Ehrenamtlichen ein gutes Projekt auf den Weg bringt. In den vergangenen Wochen haben wir viele verschiedene Kräfte zusammengebracht, um die Unterbringung in Sargenroth zu ermöglichen. Ich bin überzeugt davon, dass wir damit in der Region ein sehr gutes Angebot machen.“

In den kommenden Tagen und Wochen sollen die Unterbringung und Betreuung in Sargenroth weiter ausgebaut werden. Als nächstes werden vor Ort Betreuungsangebote für Kinder sowie Sprachkurs-Angebote vorbereitet.

red / 03.05.22

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