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27. Mai 2024
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Finanzministerin Ahnen besuchte Modellprojekt von GEWOBAU und FUTUREhaus

BAD KREUZNACH. Nachhaltigkeit und Wohnen sind zwei Begriffe, die in der modernen Wohnungswirtschaft unweigerlich zueinander gehören. Das wird nicht nur durch den fortschreitenden Klimawandel überdeutlich. Bei einem Besuch der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Dr. Doris Ahnen im Bad Kreuznacher Solar Quartier am Donnerstag zeigten GEWOBAU-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger und FUTUREhaus-Geschäftsführer Thomas Sapper einmal mehr, was bereits möglich ist, wenn man verschiedene Elemente der Energieeffizienz, Bezahlbarkeit und technisch-baulichen Innovation miteinander kombiniert und weiterdenkt.

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„Wir wollen vom Solar Quartier in absehbarer Zeit den Sprung ins Wasserstoff-Quartier schaffen“, skizzierten beide Unternehmen ihre Vision von der Zukunft modernen Wohnens. „Im Rahmen einer industriellen und ideenfördernden Partnerschaft leisten sowohl GEWOBAU als auch FUTUREhaus hier Pionierarbeit“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer zu dem zukunftsweisenden, deutschlandweit einzigartigen Modellprojekt aus Bad Kreuznach. Ganz besonders freute sie als Aufsichtsratsvorsitzende der GEWOBAU das rege Interesse aus der Politik, der Wohnungswirtschaft und Architektenkreisen. So waren neben Dr. Doris Ahnen Landespolitiker von CDU, SPD, FDP und Freie Wähler anwesend, aber auch Vertreter der Bauämter aus Stadt und (Nachbar-)kreis sowie Mitglieder der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, die die Fachreise gemeinsam mit dem Ministerium ausrichtete.

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und Finanzministerin Doris Ahnen.

Was ist der Hintergrund dieser Reise?
Die rheinland-pfälzische Landesregierung will ihre Wohnungsbauprogramme und Förderkonditionen gezielt auf die neuen Herausforderungen der Wohnraumnachfrage ausrichten und sich dem Klimaschutz verschreiben. Herausfordernd ist vor allem die Frage, wie klimaschutzpolitische Ziele und energieeffiziente Bauweisen bezahlbar bleiben. In Bad Kreuznach findet man darauf eine entsprechende Antwort: „Wir wollen weg von einer Netto-Kaltmiete hin zu einer All-Inclusive-Miete“, erläuterte Seeger an Ort und Stelle, im Baugebiet „In den Weingärten.“ Das Solar-Quartier entsteht dort als Teil einer Neuerschließung. 28 Häuser werden über Sonnenkollektoren so miteinander vernetzt, dass sie einerseits überschüssigen Strom nutzen, andererseits von Gemeinschaftsanlagen profitieren können. Drei dieser Häuser baut die GEWOBAU, insgesamt können sechs Mietparteien einziehen. Die restlichen Häuser werden verkauft. Sapper und Seeger setzen nicht nur auf ressourcenschonende, suffiziente und klimaadaptive Bauweise, sondern vor allem auf die Eigenverantwortlichkeit der künftigen Bewohner und Bewohnerinnen. So steuern Mieter*innen wie Wohnungsbesitzer*innen ihren Stromverbrauch selbst über smarte Display-Funktionen. Auch der projektimmanente eigene Fuhrpark aus Elektroautos und E-Bikes soll über das Display in Eigenverantwortung reguliert werden. „Mobilität dient damit nicht länger zur Status-Symbolik, sondern werde somit Teil eines Sharing-Gedankens, der die Gemeinschaft und das Miteinander im Quartier fördert“.

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Grundlegend für klimaneutrales Bauen sind eine nachhaltige Material-Auswahl, die modulare, demnach schnelle und präzise Fertigungsweise sowie ein möglichst kurzer Transportweg. Verwendet wird Holzspanstein, dessen Hohlkammern zu 80 Prozent mit Holzabfällen befüllt werden. Wände und Mauern der Häuser werden in Bad Kreuznach seriell vorgefertigt und legen beim Transport maximal zweieinhalb Kilometer bis zur Baustelle zurück. Strom wird mittels Photovoltaik-Dächern erzeugt, nicht nicht-genutzte Energie in einer Puffer-Batterie gespeichert, Wärme- und Kühlkreisläufe durch Tiefenbohrung initiiert.

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Das Duo Sapper und Seeger forscht zurzeit zusätzlich an einem Ökobeton, der die Energiebilanz – Studien belegen eine Klimapositivität der Kfw-Standard 55-Häuser nach 28 bzw. 31 Jahren – noch verbessern soll. „Wir erleben modernen Wohnungsbau seit 2017 in einer Art Reallabor, ein zweites Reallabor wollen wir mit dem Wasserstoff-Quartier angehen“, fasste Seeger die Herausforderungen zusammen. Nicht nur die günstige Kostenkurve, auch der innovative Prozess der Entwicklung mache Spaß: „Man muss schon ein Stückchen kreativ sein.“

red – 08.10.21

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