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23. April 2024
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3-Stufen-Plan: Progressives Bad Kreuznach (PBK) möchte die Bad Kreuznacher Innenstadt autofrei machen

BAD KREUZNACH. Eine Autofreie Innenstadt als Stufenplan unter Einbeziehung aller Beteiligten und dann noch eine Lösung für Salinenstraßenentlastung und Ost-West-Trasse, die auch noch wenig kostet: Progressives Bad Kreuznach (PBK) wartet in der wieder aufgeflammten Innenstadt-Verkehrsdiskussion mit einem Paket auf, dass es in sich hat.

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Denn der Verein, dessen Vorsitzender Stefan Butz auch Stadtratsmitglied ist, möchte die Innenstadt autofrei machen: Das klingt heutzutage für viele genauso fremd wie die Haupteinkaufsstraßen in Fußgängerzonen verwandeln vor 50 Jahren. Doch die autofreie Innenstadt wird kommen, ist sich Progressives Bad Kreuznach sicher. PBK will frühzeitig alle Bürger:innen mit einbeziehen und Planungssicherheit schaffen. Daher präsentiert PBK einen Drei-Stufen-Plan – inklusive kostengünstiger Ost-West-Trassen-Lösung.

„Die autofreie Innenstadt ist kein Träumerprojekt, sondern eine Notwendigkeit“, sagt PBK-Stadtratsmitglied Stefan Butz. Durch den Klimawandel würden sich die Innenstädte weiter aufheizen. Begrünung helfe dagegen, aber auch Verkehrsreduzierung, trügen doch insbesondere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zur Aufhitzung bei. Auch Feinstaubbelastung sei ein für eine Kur- und Touristenstadt wie Bad Kreuznach ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Doch wie soll das funktionieren in einer Stadt, die ihren rekommunalisierten ÖPNV gerade wieder aufbaut und auf viele Einpendler:innen aus den Dörfern der Region angewiesen ist?

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Stufe eins soll bereits 2023 eingerichtet werden: Alle Innenstadtstraßen werden – so weit möglich – zu Spielstraßen. Dort ist dann Parken und Befahren mit Autos nur noch für Anlieger erlaubt. Ausnahmen: Die Zufahrten zu Parkhäusern und Tiefgaragen bleiben für alle möglich – als Tempo-30-Bereiche. Die B48 und die L412 bleiben normal befahrbare Straßen, Tempo 30 wird dort aber angestrebt.

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Stufe zwei startet 2027: Bis dahin müsse die Stadt Anwohner:innen die aufs Auto nicht verzichten können, sozialverträgliche, alternative Parkangebote, zum Beispiel in den städtischen Parkhäusern, machen. Denn dann soll das Parken am Straßenrand in den Spielstraßen der Innenstadt wegfallen – Behindertenfahrzeuge ausgenommen. Auch die innerstädtischen Parkplätze fallen dann weg (Holzmarkt/ Van-Recum-Straße, St. Nikolaus, Kirschsteinanlage, Bourger Platz, Kilianstraße, Neuruppiner Platz, Wassersümpfchen, Fürstenhofplatz). Parkhäuser und Tiefgaragen-Zufahrten bleiben, werden aber so weit möglich zu Spielstraßen. Bis dahin müsse der ÖPNV deutlich besser ausgebaut sein, führt Butz aus. Busse und Fahrräder sollen nämlich weiter überall fahren können.

In Stufe drei, die ab 2030 greifen soll, werden schließlich alle Innenstadtstraßen mit Ausnahme der B48 und der L412 komplett autofrei sein (Liefer- und Behindertenfahrzeuge ausgenommen). Für Parkhäuser und Tiefgaragen bietet die städtische Wirtschaftsförderung bereits lange Jahre vorher Ideen und Workshops zu möglichen Umnutzungen an. Die schnelle und sichere Zufahrt zum Krankenhaus St. Marienwörth für alle bleibt gewährleistet.

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PBK definiert die Innenstadt als Bereich zwischen Charles-deGaulle-/Konrad-Adenauer-Straße im Osten, die Bahntrasse von Bahnhof bis Viadukt im Süden, Kauzenberg, Schlosspark und Dessauer Straße im Westen sowie Hochstraße, Brückes und Naheufer im Norden.

„Über diesen mehrstufigen Prozess, der offen und transparent kommuniziert werden muss, können alle Akteure eingebunden werden“, sagt Butz. Wichtig seien eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung, um die Innenstadt in ihrer Attraktivität zu stärken und für den Klimawandel zu wappnen. „Befahren werden kann die Innenstadt dann immer noch: mit dem Fahrrad, dem E-Bike, mit Fahrrad-Rikschas, Lastenrädern und selbstverständlich Omnibussen“, führt Butz weiter aus. Auch auf genügend Anfahrt- und Parkplatz-Ausnahmen für Tourist:innenbusse sei zu achten.

Die Lösung für die Entlastung der Salinenstraße wurde von dem Bad Kreuznacher Architekten und Planer Fabrice Henninger (Büro HDG) entwickelt und von PBK aufgegriffen: Die Grundidee ist, dass die Salinenstraße (B48) ab dem Viadukt gesplittet wird. Der Verkehr stadteinwärts läuft in der für PBK idealen Variante von Bad Münster aus kommend durchs Viadukt, die Ringstraße, ein kleines Stück Rheingrafenstraße und den einspurig auszubauenden Kohlenweg bis zur Ochsenbrücke und trifft schließlich vor der Kreuzkirche wieder auf die bisherige Trasse. In die Gegenrichtung läuft der Verkehr ganz normal wie bisher von der Wilhelmstraße in die Salinenstraße, wird am Salinenplatz so weit abgebremst wie möglich und stößt am Viadukt wieder auf die alte Trassenführung.

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Da das Viadukt in Höhe und breite nicht für Busse oder große Lkw befahrbar ist, wird der Bahnübergang Rheingrafenstraße beibehalten, aber ertüchtigt. Die Belastung des kurzen Stücks Ringstraße und Rheingrafenstraße hält sich in Grenzen, da sie nur einen Teil des gesplitteten Teilverkehrs aufnehmen müssen und am Kohlenweg kann durch die dank Einspurigkeit deutlich geringere Fahrbahnbreite ins- besondere zur neuen Grundschule hinausreichend Abstand gehalten werden.

„Mit diesem Konzept schaffen wir eine Verkehrszukunft für Bad Kreuznach, die nachhaltig ist, den durch den Klimawandel entstehenden Problemen aktiv entgegen tritt, die Bedürfnisse der Einpendler:innen trotzdem nicht vergisst und die Anwohner:innen aktiv einbindet“, ist sich Butz sicher.

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red – 14.06.21

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