BINGEN. Einen außergewöhnlichen und möglicherweise lebensrettenden Einsatz erlebten Beamte der Polizeiinspektion Bingen in den frühen Morgenstunden des Samstags, 26. September. Weil eine Patientin telefonisch nicht erreichbar war, machte sich eine Streifenwagenbesatzung auf den Weg zu ihrer Wohnanschrift, mit einer ganz besonderen Nachricht.
Gegen 0.30 Uhr ging bei der Polizei ein Hilfeersuchen einer Universitätsklinik ein. Dort war ein geeignetes Spenderorgan eingetroffen. Die potenzielle Empfängerin konnte jedoch unter den hinterlegten Kontaktdaten telefonisch nicht erreicht werden. Da bei einer Organtransplantation keine Zeit verloren werden sollte, schickte die Polizeiinspektion Bingen umgehend eine Streife zur angegebenen Wohnanschrift. Dort angekommen, versuchten die Beamten mit Nachdruck, auf sich aufmerksam zu machen.
Durch wiederholtes Klingeln und Klopfen gelang es schließlich, einen Angehörigen aus dem tiefen Schlaf zu wecken. Für das zunächst völlig überraschte Familienmitglied hatten die Polizisten eine erfreuliche Nachricht: Das dringend erwartete Spenderorgan war verfügbar.
Dank des schnellen Handelns der Polizei konnte die Patientin unmittelbar informiert werden. Sie machte sich daraufhin sofort auf den Weg zur Universitätsklinik. Für die eingesetzten Polizeibeamten war es ein Einsatz abseits des üblichen Polizeialltags, der ihnen und den beteiligten Angehörigen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.








