StartNachrichtenKreis Bad Kreuznach25 Jahre Ingenieurbüro Albert Knodel: Mit Erfahrung und Weitblick Infrastruktur erhalten

25 Jahre Ingenieurbüro Albert Knodel: Mit Erfahrung und Weitblick Infrastruktur erhalten

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BAD KREUZNACH-PLANIG. Straßen, Wasserleitungen und Abwasserkanäle sind unverzichtbar für unseren Alltag. Vieles davon bleibt jedoch im Verborgenen, ebenso wie die Arbeit, die notwendig ist, um diese Infrastruktur dauerhaft zu erhalten. Genau dieser Aufgabe widmet sich das Ingenieurbüro Albert Knodel seit 25 Jahren. Das Jubiläum wurde vor einigen Wochen gemeinsam mit zahlreichen Kunden und Freunden in und vor den Geschäftsräumen in Planig gefeiert.

Für das Unternehmen war die Feier Gelegenheit, auf ein Vierteljahrhundert Entwicklung zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorne zu richten. Aus dem von Albert Knodel gegründeten Büro ist ein Unternehmen geworden, das kommunale und technische Infrastruktur plant, bewertet und bei ihrer Erneuerung begleitet.

Von der Gründung zur nächsten Generation
Als Albert Knodel 2001 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, brachte er bereits mehrere Jahre Erfahrung als Geschäftsführer anderer Ingenieurbüros mit. Seine Vorstellungen von ingenieurtechnischer Arbeit wollte er fortan im eigenen Unternehmen verwirklichen.

Die Aufgaben waren anfangs klar verteilt: Petra Knodel kümmerte sich um die Büroorganisation, Albert Knodel verantwortete den technischen Bereich. Schon bald ergänzte ein erster Ingenieur das Team. Im Jahr 2002 kam Christian Schweppenhäuser hinzu, der das Unternehmen heute als Geschäftsführer führt. Albert Knodel bleibt dem Büro seit 2026 als Berater verbunden.

Die Leitidee hat sich über die Jahre nicht verändert: Bestehende Infrastruktur soll fachgerecht gepflegt, modernisiert und möglichst lange genutzt werden. Wasserleitungen, Kanalnetze und die darüberliegenden Straßen stellen erhebliche Werte dar. Diese zu erhalten, ist für den Gründer bis heute ein wesentlicher Antrieb.

Albert Knodel veranschaulicht diesen Gedanken mit einem Vergleich zur Zahnpflege: Wer regelmäßig vorsorgt und kleinere Schäden rechtzeitig behandeln lässt, schafft die Voraussetzung für eine längere Nutzungsdauer. Ähnlich verhält es sich mit der Infrastruktur. Sämtliche Straßen und Leitungsnetze vollständig neu zu bauen, sei keine realistische Lösung. Umso wichtiger seien vorausschauende Planung und gezielte Sanierung.

Fachwissen für Wasser, Abwasser und Straßen
Ein Schwerpunkt des Ingenieurbüros liegt in der Siedlungswasserwirtschaft. Dazu gehören die Planung, Sanierung und Begleitung von Projekten der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Besondere Bedeutung hat die Kanalsanierung.

Wie Geschäftsführer Christian Schweppenhäuser erläutert, beginnt die Arbeit häufig mit Zustandsdaten, die spezialisierte Dienstleister beispielsweise durch Videoaufnahmen aus Abwasserkanälen gewinnen. Das Ingenieurbüro wertet diese Unterlagen aus, beurteilt Schäden und entwickelt darauf abgestimmte Sanierungskonzepte. Die eigentlichen Bauarbeiten übernehmen ausführende Fachfirmen. Ziel ist es, Kommunen, Städte und Zweckverbände bei wirtschaftlichen und nachhaltigen Entscheidungen zu unterstützen. Bestehende Netze sollen leistungsfähig bleiben und ihre Aufgaben möglichst langfristig erfüllen.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld sind Verkehrsanlagen. Das Büro plant Straßen und Radwege und begleitet Projekte von der Konzeptentwicklung über die Entwurfs- und Ausführungsplanung bis zur Bauüberwachung. Dabei werden unter anderem Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, Entwässerung und die Einbindung in das örtliche Umfeld berücksichtigt. Die Abstimmung mit Kommunen, Fachbehörden und Versorgungsträgern gehört ebenfalls dazu.

Das Einsatzgebiet reicht über die Region hinaus: Auftraggeber finden sich nach Angaben Schweppenhäusers auch in der Südpfalz, im Saarland und in Hessen bis zum Flughafen Frankfurt.

Digitale Daten mit langfristigem Nutzen
Schon früh setzte Albert Knodel auf digitale Technik. Grafische Informationssysteme und intelligente Verarbeitungsdatenbanken gehörten nach seinen Angaben von Beginn an zur Arbeitsweise des Büros. Dass diese Systeme damals keine Künstliche Intelligenz waren, darauf legt er großen Wert. Dahinter steht ein langfristiger Gedanke: Daten sollen nicht nur für einen einzelnen Auftrag ausgewertet werden, sondern den Auftraggebern dauerhaft zur Verfügung stehen.

Heute zählen Geoinformationssysteme, kurz GIS, zu den zentralen Kompetenzfeldern. Neben Kanalinformationssystemen entwickelt und betreut das Unternehmen Anwendungen für Wasser-, Strom- und Fernwärmeleitungen sowie für Baum-, Grundstücks- und Wasserschutzzonenkataster. Die Informationen werden in einer gemeinsamen grafischen Arbeitsumgebung zusammengeführt und können so für Planung, Betrieb und Dokumentation genutzt werden.

Aber auch künstliche Intelligenz beschäftigt das Team. Im geschäftlichen Alltag habe sie bereits Einzug gehalten, erläutert Schweppenhäuser. Bei ingenieurtechnischen Bewertungen bleibe die fachliche Prüfung jedoch entscheidend. So könnten automatische Verfahren bei der Auswertung von Kanalaufnahmen unterstützen, erkannten aber nicht jede Auffälligkeit zuverlässig. Erfahrung und die manuelle Sichtung der Unterlagen seien deshalb weiterhin notwendig.

Ein Team mit Erfahrung und Nachwuchs
Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Team derzeit 13 Mitarbeitende. Ingenieure, Bautechniker, Bauzeichnerinnen und Bauzeichner sowie Bürofachkräfte bringen unterschiedliche Kenntnisse zusammen. Auch Auszubildende sind fester Bestandteil des Büros und werden schrittweise an die Aufgaben herangeführt.

Die Geschäftsräume am ruhigen Stadtrand von Bad Kreuznach, umgeben von Weinbergen und mit kurzer Anbindung an die A61, bieten dafür den Rahmen. Das offene, lichtdurchflutete Büro soll direkte Kommunikation und kurze Wege fördern. Kompetenz, Freundlichkeit und Transparenz nennt das Unternehmen als Leitlinien, im Team ebenso wie gegenüber den Auftraggebern. Seit Mai 2025 gehört das Ingenieurbüro Albert Knodel zur IB Regehr & Völker Gruppe. Die deutschlandweit tätige, familiengeführte Ingenieurbürogruppe ist auf den Tiefbau ausgerichtet und zählt nach Unternehmensangaben 335 Mitarbeitende.

Nicht nur Kommunen können sich an das Planiger Büro wenden. Albert Knodel verweist ausdrücklich auf das Beratungsangebot für Privatpersonen, beispielsweise wenn bei Starkregen wiederholt Wasser ins Gebäude eindringt. Je nach Grundstück und Gebäudelage können dabei unterschiedliche Fragen im Mittelpunkt stehen: Oberflächenwasser, das über eine abschüssige Straße oder Hofeinfahrt zufließt, die Nähe zu einem Bach oder Fluss sowie der Rückstauschutz im Kanal. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, muss anhand der örtlichen Gegebenheiten beurteilt werden.

So verbindet das Ingenieurbüro auch nach 25 Jahren technische Planung mit konkreten Aufgaben vor Ort. Der Grundgedanke aus der Gründungszeit bleibt dabei aktuell: Werte erhalten, Schäden frühzeitig erkennen und Infrastruktur verantwortungsvoll für die Zukunft weiterentwickeln.



Fotoimpressionen vom Jubiläumsfest


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