StartNachrichtenKreis Bad KreuznachInterkulturelle Woche setzt Zeichen für respektvolles Miteinander in der Gesellschaft 

Interkulturelle Woche setzt Zeichen für respektvolles Miteinander in der Gesellschaft 

BAD KREUZNACH/TRIER/KOBLENZ. Ein einziges Wort, eine klare Haltung: „dafür!“. Unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2026, die vom 27. September bis 4. Oktober bundesweit ein deutliches Zeichen für Menschenwürde, Vielfalt und ein friedliches Miteinander setzt. Zugleich versteht sich das Motto als entschiedene Antwort auf zunehmende Ausgrenzung, offenen Rassismus und die Zurückweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte.

Die Interkulturelle Woche wird bereits seit 1975 gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland getragen. Deutschlandweit beteiligen sich Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Vereine, Migrantinnen- und Migrantenorganisationen sowie zahlreiche weitere Initiativen mit Begegnungsmöglichkeiten, Gesprächen, Kulturveranstaltungen, Bildungsangeboten und Gottesdiensten.

Auch Kirchengemeinden, Einrichtungen und Gruppen im Bistum Trier greifen das Anliegen auf. Mit einer Vielzahl an Veranstaltungen laden sie dazu ein, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion miteinander ins Gespräch zu bringen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu stärken. Eine vollständige Übersicht für die eigene Region ist online über die Datenbank unter www.interkulturellewoche.de/datenbank abrufbar.

Die Region stellt dabei ein vielfältiges Programm auf die Beine. Den Auftakt bildete in Bad Kreuznach am vergangenen Samstag bereits ein großes Eröffnungsfest der AG Interkulturelle Wochen auf dem Kornmarkt. Am morgigen Mittwoch, 16. September, lädt das Projekt „Aktiv für Flüchtlinge 2.0“ in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung zum „Bon-Café Spezial – Weltweit Essen!“ mit internationalem Buffet ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Kurhausstraße 6) ein. Am selben Abend wird dort der Dokumentarfilm „Die Frauen von Ravensbrück“ in Anwesenheit von Regisseurin Loretta Walz gezeigt.

Weiter geht es in Bad Kreuznach am Samstag, 19. September, von 11 bis 15 Uhr mit einem Familienfest des Caritasverbandes Rhein-Hunsrück-Nahe e. V. im Mehrgenerationenhaus im Zentrum St. Hildegard, das Spiel- und Kreativangebote, Musik, Sport und gemeinsames Essen bietet. Am Sonntag, 20. September, folgt um 11 Uhr in der Pauluskirche (Kurhausstraße 2–4) ein Interkultureller Gottesdienst, bei dem Geflüchtete von ihren Erfahrungen des Ankommens in Deutschland berichten – gestaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Kreuznach, der Interkulturellen Gemeinde an Nahe und Glan sowie Ehrenamtlichen. Zum Tag des Flüchtlings rufen zudem verschiedene gesellschaftliche Gruppen wie das Netzwerk am Turm, Aktiv für Flüchtlinge 2.0 und die Interkulturelle Gemeinde am 1. Oktober ab 17 Uhr zu einer Demonstration für Menschenwürde und Flüchtlingsschutz vor der Kreisverwaltung (Salinenstraße 47) auf.

Auch im Landkreis Cochem-Zell gibt es ein breites Veranstaltungsangebot. Der Sozialdienst Katholischer Frauen Cochem e.V. (Ravenestr. 67) öffnet am 28. September von 10 bis 16 Uhr seine Türen für Einblicke in seine Beratungs- und Unterstützungsangebote. Vom 28. September bis 2. Oktober zeigt die Integrierte Gesamtschule Zell Mosel gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Mosel-Hunsrück und dem Pastoralen Raum Cochem-Zell die Ausstellung „Anders als du glaubst – Religion, Werte, Frieden“ der Stiftung Weltethos. Zum Austausch lädt zudem das offene Freitags-Café am 2. Oktober von 17 bis 19 Uhr im Caritas-TreffPunkt in Zell (Schlossstr. 22) ein. Ein besonderer Höhepunkt folgt am 11. Oktober im Kulturzentrum Kapuzinerkloster in Cochem: Beim Gebet der Religionen unter dem Leitgedanken „Verantwortung für die Schöpfung“ kommen Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche, der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz sowie der DITIB-Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Bullay für einen Impulsvortrag und das gemeinsame Gebet für Frieden und Verständigung zusammen.


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