StartNachrichtenKreis BirkenfeldDer Abfallwirtschaftsbetrieb weihte sein neues Gebäude „in der Reibertsbach” ein

Der Abfallwirtschaftsbetrieb weihte sein neues Gebäude „in der Reibertsbach” ein

KREIS BIRKENFELD. Mit einer Reihe von Kreistagsmitgliedern, Werkausschussmitgliedern und Vertretern der ausführenden Firmen feierte der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Nationalparklandkreises Birkenfeld die Einweihung seines Verwaltungsgebäudes im Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) Reibertsbach. Unter den Gästen, die Landrat Miroslaw Kowalski begrüßen konnte, waren auch die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Baumholder und Herrstein-Rhaunen, Bernd Alsfasser und Markus Schulz, sowie der Sitzgemeinde Reichenbach, Uwe Nees, und der 1. Kreisbeigeordnete Immanuel Hoffmann.

Eingangs wies Kowalski darauf hin, dass es schon zu Beginn des Jahres einen Anlass zum Feiern gegebeben hätte: „Am 12. Januar 1976, also vor 50 Jahren, nahm der Landkreis Birkenfeld die zentrale Hausmülldeponie auf der Gemarkung Reichenbach in Betrieb.” Zwei Feste in einem Jahr wären aber des Guten zu viel, meinte der Landrat, der an das Ende der Deponierung 2005 erinnerte. Trotz der staatlich verordneten Umstellung auf die thermische Verwertung ist „die Reibertsbach” der zentrale Umschlagplatz für den Abfall aus dem Nationalparklandkreis geblieben, sagte Kowalski. Die drei Wertstoffhöfe in Idar-Oberstein, Rhaunen und Hoppstädten-Weiersbach hätten den Service für die Bürger optimiert.

Im Eingangsbereich des AWZ werden heute wie früher Abfälle angenommen und gewogen. Zunächst waren die Mitarbeiter 18 Jahre in einer Holzbaracke untergebracht. Im Zuge der von 1993 bis 1997 vorgenommenen Deponiesanierung errichtete der Anfang 1994 gegründete AWB ein Provisorium in Containerbauweise. Dieses Provisorium wurde rund 30 Jahre lang genutzt. Jedoch erreichten die Arbeitsbedingungen die Zumutbarkeitsgrenze. Einig waren sich die Anwesenden, dass es gut sei, nun über ein neues, modernes Betriebsgebäude zu verfügen, weil die vorherigen Zustände weder für die Mitarbeiter noch für den Betriebsablauf und die Kunden am AWZ zeitgemäß waren.

Im Herbst 2024 fiel das Provisorium dem Abrissbagger anheim. Nach einem halben Jahrzehnt Planung und Projektierung begannen wir mit dem Neubau, der eine Nutzfläche von rund 430 Quadratmetern hat und modern eingerichtet ist. Die sanitären Einrichtungen, die Haustechnik mit Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Stromspeicher entspricht dem aktuellen Stand der Technik.

Das innerhalb von 18 Monaten fertiggestellte Gebäude ist auch ein Baustein des in Entwicklung befindlichen außerschulischen Lernorts und Eingangstor für den zukünftigen Lehrpfad auf der Deponie und „Klassenzimmer“. Stationen wie ein Abfall-Friedhof, ein Abfall-Trennspiel oder ein Quiz sollen die Kinder und Jugendlichen für einen vernünftigen Umgang mit den einzelnen Frakionen sensibiliseren, verdeutlichte Carmen Grasmück, die beim AWB für die Umweltbildung zuständig ist. Die Kommunalpolitiker, für die Werkausschussmitglied Christoph Dohm das Wort ergriff, begrüßten, dass der außerschulische Lernort vor allem der  jüngeren Generation frühzeitig ermöglicht, ihr Wissen über Abfall, Abfallarten, -vermeidung, Recycling und Ressourcenschonung zu erweitern.

Als nächstes Vorhaben kündigte Werkleiter Holger Schäfer die Neugestaltung des Wertstoffhofs des AWZ an, bevor der Technische Leiter Michael Weinß in einem Bildervortrag den Ablauf der Baumaßnahme veranschaulichte. Die Redner betonten, wie wichtig es sei, den richtigen – auch gesetzlich vorgegebenen – Umgang mit dem Abfall umzusetzen, um mehr Ressourcen zu sparen und über Recycling wieder Rohstoffe zu gewinnen.


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