BAD KREUZNACH. Vor kurzem besuchte die Staatssekretärin des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend, Frau Kathrin Anklamm-Trapp (SPD), im Rahmen ihrer Sommertour das Frauenhaus in Bad Kreuznach. Gemeinsam mit Frau Sarah Rahe, Referatsleiterin für Gewaltprävention und Gewalt in engen sozialen Beziehungen im Ministerium, machte sie sich ein Bild vor Ort, stellvertretend für alle 19 Frauenhäuser in Rheinland Pfalz, für die sie seit der neuen Regierungsbildung im Mai 2026 zuständig ist.
Neben der Nähe zu Mainz mag es wohl auch noch andere Gründe geben, dass sich die Staatssekretärin exemplarisch das hiesige Haus zum Kennenlernen der Materie ausgewählt hat: eventuell das lange Bestehen des Frauenhauses (seit 1990) und vielleicht auch, dass hier die volle Bandbreite an Unterstützung für Frauen, die Gewalt in engen sozialen Beziehungen erleben, angeboten wird: das Frauenhaus selbst als geschützter Zufluchtsort mit enger psychosozialer Begleitung, eine Beratungsstelle, bei der jede Frau in Not anrufen kann, eine Interventionsstelle, die nach häuslicher Gewalt von der Polizei mit einbezogen wird, und nachsorgende Beratung nach einem Aufenthalt im Frauenhaus (einschließlich Second Stage Angebot).
In einem intensiven Austausch zur praktischen Arbeit und den damit einhergehenden Herausforderungen wurden von der Einrichtungsleitung Frau Petra Wolf, ihrer Stellvertreterin, Frau Maka Davitashvili und den beiden Vorstandsfrauen Susanne Kother-Groh und Lilo Brombacher des Trägervereins „Frauen helfen Frauen e.V.“ auch Ideen und Vorschläge an die politische Ebene mitgegeben.
Ein wichtiger Gesprächspunkt war die Umsetzung und Finanzierung des neuen sogenannten Gewalthilfegesetzes, das ab 2031 von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen Unterstützung garantieren soll. Dieses Gesetz war dringend erforderlich und setzt Prioritäten an der richtigen Stelle, gleichzeitig stellt es das Land vor große finanzielle Herausforderungen, um diese Leistungen auch zu stemmen. Die Mitarbeiterinnen und der Vorstand des Frauenhauses wünschen der Staatssekretärin und der Ministerin Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler viel Erfolg beim Kampf um die entsprechenden Mittel.
Zumindest auf absehbare Zeit wird der Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“ als Träger des Frauenhauses und der Beratungsangebote weiterhin – auch mit der unerlässlichen Unterstützung des Fördervereins – auf Spenden angewiesen sein.
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