BAD SOBERNHEIM. Bei drückenden 35 Grad im Schatten standen während der Marktzeit vor kurzem die Themen sommerliche Extremhitze und deren gesundheitliche Auswirkungen auf ältere Menschen im Mittelpunkt. Die Information- und Mitmachaktion wurde gemeinsam von Annette Flinterman, ehemalige Klimaschutzmanagerin der Stadt Hennef, Carmen Rinker (beide Omas for Future) sowie dem Verein“ So gut leben im Alter e.V.“ auf die Beine gestellt.
Zentraler Anlaufpunkt vor Ort war das Demokratiemobil der Omas for Future Nahe-Glan. Das Fahrzeug gehört zu den 20 ausgewählten Projekten des landesweiten Förderaufrufs „LEADER für Demokratie in Rheinland-Pfalz“ und soll Bürgerinnen und Bürger direkt dort zum Dialog einladen, wo sie im Alltag zusammenkommen. Blickfang auf dem gesamten Marktplatz war ein eindringlicher „Klimastrahl“, der die globale Erwärmung anschaulich visualisierte.
Im Rahmen einer Befragung zu konkreten Erwartungen an Stadt und Verbandsgemeinde äußerten viele Passanten deutliche Wünsche: Ganz oben auf der Liste standen mehr Bäume, Fassadenbegrünungen und Sonnensegel für schattige Aufenthaltsorte sowie zusätzliche Trinkwasserbrunnen und gezielte Entsiegelungsmaßnahmen. Auch die Neugestaltung des kürzlich eröffneten Synagogenplatzes wurde in diesem Zusammenhang kritisch angesprochen.
Neben schattigen Sitzgelegenheiten, Erfrischungen und praktischen Gesundheitstipps – von der optimalen Raumkühlung bis zur korrekten Medikamentenlagerung bei hohen Temperaturen – nutzten die Initiatorinnen den Tag zur Datenerhebung. Auf Basis ihrer bisherigen Erfahrungen hat Annette Flinterman gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe bereits ein erstes Konzept für einen kommunalen Hitzeaktionsplan erarbeitet, das nun in die politischen Gremien eingebracht werden soll.
Interessierte, die sich aktiv beteiligen möchten, können sich per E-Mail unter nahe-glan@omasforfuture.de an die Initiative wenden.
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