RÜDESHEIM/NAHE. Schwere Verletzungen hat sich ein Mann am Sonntagnachmittag, 9. August, bei einem Unfall in Rüdesheim zugezogen. Gegen 16 Uhr war er mit seinem Rollstuhl unweit des DRK-Seniorenzentrums in den Ellerbach gestürzt. Ein zufällig vorbeikommender Fahrradfahrer entdeckte den Mann im Wasser und reagierte sofort.
Der Radfahrer war auf dem Radweg zwischen Rüdesheim und Weinsheim unterwegs, als er den im Bach liegenden Mann bemerkte. Er stieg umgehend in den Ellerbach, hob den Kopf des Verunglückten aus dem Wasser und setzte den Notruf ab. Trotz der anhaltenden Trockenheit hat der Ellerbach an der Unfallstelle eine Wassertiefe von rund 40 Zentimetern.
Kurze Zeit später trafen ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes und die Feuerwehr Rüdesheim an der Einsatzstelle ein. Die Rettung des schwer verletzten Mannes gestaltete sich aufgrund der steilen Böschung aufwendig.
Mithilfe eines Rettungsbrettes hoben mehrere Feuerwehrkräfte und ein Notfallsanitäter den Verletzten zunächst in eine Schleifkorbtrage. Anschließend wurde die Trage über zwei Steckleiterteile die steile Böschung hinauf bis auf den Radweg gezogen.
Dort übernahmen Notfallsanitäter und ein aus Bad Kreuznach hinzugezogener Notarzt die weitere medizinische Versorgung. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde zusätzlich der Rettungshubschrauber „Christoph 66“ aus Rockenhausen angefordert. Der Patient wurde anschließend mit dem Hubschrauber zur weiteren Behandlung in eine Klinik nach Kaiserslautern geflogen.
Wie es dazu kam, dass der Mann mit seinem Rollstuhl in den Ellerbach stürzte, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei war ebenfalls vor Ort und nahm die Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Die Feuerwehr Rüdesheim war mit 15 Einsatzkräften unter der Leitung von Wehrführer Martin Barth an der Menschenrettung beteiligt. Gegen 17.30 Uhr konnte der Feuerwehreinsatz beendet werden.






