MEDDERSHEIM. Die Feuerwehren im Kreis Bad Kreuznach kommen derzeit nicht zur Ruhe. Nachdem erst am Sonntag rund 120 Einsatzkräfte beim Großbrand einer Lagerhalle im Industriepark Pferdsfeld gefordert waren, folgte in der Nacht zum Montag bereits der nächste größere Brandeinsatz: In Meddersheim stand das Schützenhaus am Ortsrand in Vollbrand. Rund 60 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Gegen 3.35 Uhr wurde die Feuerwehr am Montagmorgen, 10. August, wegen einer Rauchentwicklung aus einem Gebäude in der Meisenheimer Straße alarmiert. Als die ersten Kräfte der Feuerwehreinheit Meddersheim eintrafen, stellten sie fest, dass das Schützenhaus bereits in Vollbrand stand. Daraufhin wurde das Alarmstichwort umgehend erhöht und weitere Einsatzkräfte nach Meddersheim beordert.
Die Feuerwehr leitete einen umfangreichen Löschangriff ein. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Gleichzeitig erfolgte die Brandbekämpfung von außen über die Drehleiter.
Im Verlauf des Einsatzes war das Dach des Schützenhauses eingestürzt. Aufgrund der dadurch erschwerten Löscharbeiten entschieden sich die Einsatzkräfte, das Gebäude mit Löschschaum zu fluten. Eine weitere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Diese musste teilweise mithilfe von Wechselladerfahrzeugen und Abrollbehältern mit Wassertanks sichergestellt werden.
Auch das Technische Hilfswerk wurde hinzugezogen. Ein Fachberater sowie ein Baufachberater des THW begutachteten die bauliche Struktur des durch den Brand schwer beschädigten Gebäudes.
Für die Dauer des Einsatzes mussten das Schützenhaus sowie umliegende Bereiche aus Sicherheitsgründen stromlos geschaltet werden. Von der Abschaltung waren nach Angaben des Wehrleiter der VG Nahe-Glan, Max Kraushaar rund zehn Haushalte in Meddersheim betroffen.
Gegen 8.30 Uhr konnte die Feuerwehr ihre Maßnahmen nach fast fünf Stunden beenden. Anschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Zur Ursache des Feuers sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bislang keine Angaben vor.
Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Sobernheim, Kirschroth, Meddersheim und Monzingen vor Ort. Darüber hinaus waren der Führungsdienst und die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, die Facheinheit Drohne sowie der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Bad Kreuznach eingebunden. Der Rettungsdienst und der ASB sicherten den Einsatz mit Rettungswagen ab.






