BAD KREUZNACH. Dem anhaltenden Fachkräftemangel in der Pflege und im sozialen Bereich begegnen die Stiftung kreuznacher diakonie und die Agentur für Arbeit Bad Kreuznach mit einem gemeinsamen Qualifizierungsprogramm. Im August starten zwölf Beschäftigte berufsbegleitende Ausbildungen, die durch Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit gefördert werden. Ziel ist es, ungelernte Mitarbeitende zu qualifizierten Fachkräften auszubilden und langfristig im Beruf zu halten.
Die Teilnehmenden absolvieren Ausbildungen in der Heilerziehungspflege, der Krankenpflegehilfe sowie in der generalistischen Pflegeausbildung. Das Konzept ermöglicht es ihnen, Beruf und Ausbildung miteinander zu verbinden. So arbeiten angehende Heilerziehungspfleger beispielsweise an drei Tagen pro Woche in ihrer Einrichtung und besuchen an zwei Tagen die Berufsschule. Während der gesamten Ausbildungszeit erhalten sie weiterhin ihr bisheriges Gehalt.
Finanziell wird das Programm von der Agentur für Arbeit unterstützt. Sie übernimmt die Lehrgangskosten und erstattet der Stiftung einen Teil der Lohnkosten für die Zeiten des Schulbesuchs. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden bei erfolgreicher Zwischenprüfung eine Prämie von 1.000 Euro, nach erfolgreichem Abschluss weitere 1.500 Euro.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Beschäftigte, die sich beruflich weiterentwickeln möchten, sich aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation jedoch keinen Einkommensverlust leisten können. Viele der Teilnehmenden sind Quereinsteiger, die zunächst ohne abgeschlossene Ausbildung bei der Stiftung tätig waren und nun die Chance erhalten, einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben.
Anne Liestmann vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit überreichte die Bildungsgutscheine persönlich. Unterstützt wurde sie dabei von Irina Ott-Vrbat aus dem Zentralbereich Projektfinanzierung und Fundraising der Stiftung kreuznacher diakonie sowie von Diakon Benedikt Schöfferle, Bereichsleiter Projektfinanzierung und Fundraising.
Für die Stiftung ist das Programm ein wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung. „Aufgrund der demografischen Entwicklung werden in allen Bereichen Fachkräfte gesucht. Wir wissen, wie wichtig es ist, Menschen gezielt in Ausbildung zu bringen“, betont Diakon Benedikt Schöfferle. Mit Blick auf die kommenden Jahre werde sich die Situation weiter verschärfen, da zahlreiche erfahrene Fachkräfte in den Ruhestand gehen, während gleichzeitig die Zahl der pflegebedürftigen Menschen weiter zunimmt.
Mit der gemeinsamen Initiative wollen die Stiftung kreuznacher diakonie und die Agentur für Arbeit nicht nur den Betroffenen neue berufliche Perspektiven eröffnen, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte in der Region leisten.





