StartNachrichtenKreis Bad KreuznachKurz Notiert vom 6. August 2026

Kurz Notiert vom 6. August 2026

Kunstwerk für den guten Zweck zugunsten der Feuerwehr
BAD KREUZNACH.
Ein Herz für die Einsatzkräfte beweisen und ein Kunstwerk erwerben: Auf dem Kunstmarkt im Schlosspark Bad Kreuznach wird am Sonntag, 9. August, ab 12 Uhr das Gemälde „Burning Australia“ (80×80 cm) aus dem Jahr 2020 für den guten Zweck abgegeben. Der Erlös geht zu 100 Prozent als Dankeschön-Spende an das geplante Helferfest der Feuerwehr. Es handelt sich um keine Versteigerung im klassischen Sinne – wer als Erstes ein passendes Mindestangebot abgibt, erhält den Zuschlag. Zudem stehen in gleicher Sache sechs limitierte Bilddrucke (20×20 cm) gegen eine Spende bereit.


Führung über den Bad Kreuznacher Hauptfriedhof – Ein Spaziergang durch 200 Jahre Stadtgeschichte
BAD KREUZNACH.
Historische Friedhöfe sind mit ihrem alten Baumbestand nicht nur grüne Inseln in den verdichteten Stadtbereichen, sie sind auch Schauplätze der Geschichte der Stadt und insbesondere der Bildhauerei der vergangenen 200 Jahre. Davon können sich Interessierte bei einem geführten Spaziergang der Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH am Dienstag, 11. August, 14.00 Uhr überzeugen lassen. Bis zum Jahr 1827 lag der Hauptfriedhof mitten in der Stadt, rund um die Pauluskirche. Den neuen Friedhof verlegte man dann in den Südosten zwischen Mannheimer und Alzeyer Straße – vor die Stadt. Heute umfasst die Ruhestätte 16 Hektar – und ist mittlerweile von Wohngebieten umschlossen.

Nahezu 50 Einzeldenkmäler sind offiziellen Denkmalverzeichnis aufgenommen. Eine Auswahl davon gilt es auf dem Spaziergang zu entdecken. Jedes Kunstwerk, jeder Gedenkstein, jedes Grab erzählt seine eigene Geschichte. Da ist einmal die Friedhofskapelle von 1865, vor allem aber die 1895 von dem Architekten Ludwig Becker entworfene Puricelli-Kapelle, der Bau aus Rotsandsteinquadern für die Stahlunternehmer orientiert sich an der Architektur des Spätmittelalters und zeugt vom Reichtum und der Religiosität der Familie ganz bewusst nachdem Vorbild mittelalterlicher Stifter.

Viele Einzeldenkmäler, ausdrucksstarke Skulpturen, die den Schmerz, aber auch Lebensgefühl und die Hoffnung der Hinterbliebenen ausdrückten, schuf die internationale Bildhauerdynastie Cauer, die Emil Cauer der Ältere begründete (1800-1856) und die bis zum Tod von Hanna Cauer 1989 in jeder Generation auch in Bad Kreuznach tätige Skulpteure hervor brachte. Besonders bis 1918 entstanden repräsentative Familiengrabstätten, die das Selbstwertgefühl und den Wohlstand der Familien der Verstorbenen widerspiegeln.

Auch Zeugnisse der wechselhaften Geschichte der Stadt, gilt es zu entdecken. Es finden Kriegsgräberstätten, ein¬ Ehrengräberfeld für Opfer des Faschismus und ein¬ französisches Ehrengräberfeld ebenso wie Mahmale an die Kriege seit dem 19. Jahrhundert. Mit Persönlichkeiten der Stadtgeschichte machen die Legatgräber bekannt, die von der Stadt gepflegt werden. Darunter sind etwa die Maler Robert Danz (1841-1916) und Karl Kastenholz (1889-1964) oder eine schillernde Persönlichkeit wie Prinz Carl zu Solms-Braunfels (1812-1875).

Einzelgräber von Ehrenbürgern wie Jean Winckler, Joseph Schneider, Hans Staab oder Alex Jacob erinnern ebenso an Persönlichkeiten der Stadtgeschichte wie die Ruhestätten von Kurgründer Prieger oder Karl Aschoff, einem der Erfinder der Radontherapie. Zugleich vermittelt der Spaziergang anschaulich die immer weiter voranschreitende Vereinfachung, die Verflachung und das Nebeneinander verschiedener Formen der Begräbniskulturen.

Teilnehmergebühr: 10 €, mit Gästekarte 8 €. Tickets gibt es auch bei www.ticket-regional.de.
Treffpunkt: Haupteingang des Hauptfriedhof, Mannheimer Straße 249, Bad Kreuznach


Führungen rund um die Ebernburg
BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG.
Zu einem historischen Rundgang um und über die berühmteste Burganlage der Stadt lädt Stadtführerin Anja Weyer am Samstag, 8. August, um 14 Uhr ein. Unter dem Motto „Ritter, Reformation, Romantik“ erfahren die Teilnehmer Spannendes über die wechselvolle Geschichte der Burg – von der Gründung im Spätmittelalter über den Ritterhauptmann Franz von Sickingen und die Zerstörungen im Laufe der Jahrhunderte bis hin zum Wiederaufbau im 19. Jahrhundert. Die Führung umfasst den Burghof sowie den Besuch der Franz-von-Sickingen-Ausstellung. Treffpunkt ist die Brücke am Eingang zur Ebernburg. Die Teilnahme kostet 10 Euro (ermäßigt mit Gästekarte 8 Euro). Tickets sind unter anderem auf www.ticket-regional.de erhältlich.


Musik, Motoren und Tradition auf dem Breitenfelser Hof
GULDENTAL.
Guldental steht ein stimmungsvolles Festwochenende bevor, denn der Breitenfelser Hof lädt gleich doppelt zum Feiern, Genießen und Innehalten ein. Den Auftakt macht nach der hervorragenden Resonanz der vergangenen beiden Jahre bereits am Freitag, den 7. August, ab 18.00 Uhr das beliebte Straßenfest unter dem Motto „Live vom Hänger“. Für beste Stimmung sorgen an diesem Abend die Bands „Grasshoppers“ und „Hard To Handle“, die handgemachten Classic Rock auf die Ladefläche bringen, während natürlich auch für herzhafte Speisen und kühle Getränke gesorgt ist.

Am Sonntag, den 09. August, geht es dann ab 10.30 Uhr traditionell weiter mit dem beliebten Feldgottesdienst inklusive Tier- und Kräutersegnung. Wer für die Segnung selbst keinen Strauß dabei hat, kann vor Ort gegen eine kleine Spende frisch gebundene Kräutersträußchen von den St.-Georgs-Pfadfindern erwerben. Ein besonderer Blickfang ist auch in diesem Jahr die begleitende Ausstellung historischer Traktoren, Landmaschinen und anderer Oldtimer. Alle stolzen Besitzerinnen und Besitzer, die ihr eigenes „Schätzchen“ gerne einmal öffentlich präsentieren möchten, sind dazu herzlich eingeladen. Um den Ablauf des Gottesdienstes nicht durch Motorengeräusche zu stören, wird darum gebeten, bis spätestens 10.00 Uhr auf dem Gelände einzutreffen. Für das leibliche Wohl der Gäste mit kühlen Getränken, Schwenksteaks, Currywurst, Pommes Frites sowie reichlich Kaffee und Kuchen sorgt wie in jedem Jahr das engagierte St. Bernhard-Team. Alle Beteiligten freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf dem Breitenfelser Hof.


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