SPRENDLINGEN. Nach dem Großbrand in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb ist der Einsatz der Feuerwehren und Hilfsorganisationen beendet. Wie die Kreisverwaltung Mainz-Bingen am Montagmorgen mitteilte, konnte die Einsatzstelle in den frühen Morgenstunden an die Verbandsgemeinde übergeben werden. Lediglich eine Brandwache verbleibt vor Ort, um das Gelände weiterhin abzusichern.
Zeitweise waren bis zu 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Technischem Hilfswerk (THW), Polizei sowie Fachberater im Einsatz. Die Kräfte kamen aus dem gesamten Landkreis Mainz-Bingen sowie aus den benachbarten Landkreisen Bad Kreuznach und Alzey-Worms sowie aus den Städten Mainz und Worms.
Der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf dankte allen Helferinnen und Helfern für ihren außergewöhnlichen Einsatz. Viele von ihnen seien ehrenamtlich tätig und würden nach der langen und kräftezehrenden Nacht wieder ihrem regulären Beruf nachgehen. Dies verdiene höchsten Respekt. Gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Oliver Wernersbach, sowie Sprendlingens Ortsbürgermeister Frank Eckweiler hatte sich Wolf bereits am Sonntag ein Bild von der Lage gemacht.
Die Einsatzleitung lag beim Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Mainz-Bingen, Yannick Georges, und seinem Team. Er bezeichnete den Brand als einen sehr anspruchsvollen Einsatz und hob insbesondere die reibungslose Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg hervor. Die großen Schadenslagen der vergangenen Wochen, unter anderem der Waldbrand im Landkreis Bad Kreuznach hätten gezeigt, dass solche Ereignisse nur durch eine enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung erfolgreich bewältigt werden können.
Inzwischen konnte auch die vorsorglich gesperrte Bahnstrecke wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Gemeindegebiet von Sprendlingen sind jedoch stellenweise weiterhin sichtbare Ruß- und Verbrennungsrückstände vorhanden. Nach Angaben der Kreisverwaltung geht davon keine besondere Gefahr aus. Dennoch sollte ein direkter Kontakt möglichst vermieden werden. Die Rückstände lassen sich mit Wasser und Seife entfernen.





