BAD KREUZNACH. Die extremen Temperaturen der letzten Juni-Hälfte sind vielen Bürgerinnen und Bürgern noch präsent. Ab dem 18. Juni gehörte Bad Kreuznach an insgesamt sechs Tagen zu den zehn heißesten Orten in ganz Deutschland, wobei am 27. Juni ein Spitzenwert von 41 °C erreicht wurde. Die gesundheitlichen Folgen solcher Hitzewellen sind gravierend: Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts forderten die hohen Temperaturen bis Ende Juni in Rheinland-Pfalz rund 560 Menschenleben.
Um Bürgerinnen und Bürgern bei extremen Temperaturen eine wirksame Abkühlung zu ermöglichen, starten die Evangelische Kirchengemeinde und die Klimagemeinschaft eine gemeinsame Initiative. Sobald für zwei aufeinanderfolgende Tage Höchsttemperaturen von mehr als 30 °C vorhergesagt werden, öffnet die Pauluskapelle von Montag bis Freitag jeweils zwischen 14:00 und 18:00 Uhr ihre Türen. Aufsteller in der Kurhausstraße und auf der Nahebrücke weisen vor Ort direkt auf die aktuellen Öffnungszeiten hin. Aufgrund der aktuellen Wetterprognose startet die Aktion bereits am morgigen Mittwoch, 29. Juli, ab 14:00 Uhr.
Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die während eines Aufenthalts in der Innenstadt eine kurze Pause suchen oder in stark aufgeheizten Wohnungen leben. Klaus Philipp, Sprecher der Klimagemeinschaft, betont, dass sich die Aktion insbesondere an Risikogruppen richtet, die durch die Hitze extrem belastet werden. Dazu gehören vor allem Senioren, Schwangere, chronisch Kranke sowie Familien mit Säuglingen oder Kleinkindern.
Während der Öffnungszeiten stehen vor Ort ehrenamtliche Ansprechpersonen bereit. Sie informieren über Schutzmaßnahmen bei hohen Temperaturen sowie weitere kühle Orte im Stadtgebiet und bieten Raum für Diskussionen über Klimaschutz, Stadtentwicklung und Klimaanpassung. Ebenso steht der historische Raum allen Gästen offen, die einfach die kühlende Stille zur Einkehr und Andacht nutzen möchten.








