BAD KREUZNACH. Bei sommerlichen Temperaturen hat der Weinorden an der Nahe am Sonntag zum Familien-Sommerfest in den Garten der Römerhalle eingeladen. Im Mittelpunkt standen Geselligkeit, die Verkostung ausgezeichneter Nahe-Weine, Ehrungen sowie die Aufnahme zwei neuer Rebpaten. Abgerundet wurde das Programm durch Führungen durch das Museum Römerhalle.
Ordensmeisterin Margit Forster begrüßte die zahlreichen Mitglieder, deren Familien sowie die Ehrengäste. Sie erinnerte daran, dass der Weinorden bereits vor drei Jahren ein Sommerfest an der Römerhalle veranstaltet hatte. Dieses Mal sei die Veranstaltung bewusst als lockeres Familienfest konzipiert worden.

„Wir möchten mit diesem Sommerfest besonders junge Familien ansprechen. Viele können an unseren Abendveranstaltungen wegen der Kinderbetreuung nicht teilnehmen. Deshalb haben wir uns für einen ungezwungenen Nachmittag entschieden“, sagte Forster. Zwar hätten sich die Sommerferien bemerkbar gemacht und einige Familien befänden sich im Urlaub, dennoch freue sie sich über die gute Beteiligung.
Nach einem Begrüßungssekt auf Wunsch auch alkoholfrei, konnten die Gäste die vier Siegerweine der „1. Edition Weinorden“ verkosten, die bereits beim Frühjahrsordentag gewählt worden waren. Die prämierten Burgunder-Weine standen den Besuchern den gesamten Nachmittag zur Verfügung. Im Rahmen des Sommerfestes zeichnete der Weinorden zudem die erfolgreichen Weingüter Anette Closheim, Lorenz, Genheimer-Kiltz und Joh. Baptist Schäfer mit Urkunden aus.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ernennung von zwei neuen Rebpaten für den Rebpatenweinberg im Garten der Römerhalle. Für einen besonders bewegenden Moment sorgte die Widmung einer Rebe zum Gedenken an den verstorbenen Weinordensbruder Franz Xaver Bürkle. Der langjährige Weinfreund, der im vergangenen Jahr verstarb, galt als engagierter Botschafter der regionalen Weinkultur und war auch Ideengeber für ein Sommerfest an der Römerhalle.
„Franz Xaver war ein Garant für Genuss in unserer Region und ein Botschafter unserer Heimat weit über ihre Grenzen hinaus. Unvergesslich werden seine Kochkünste nicht nur im Weinorden bleiben“, würdigte Forster sein Wirken. Gemeinsam mit seinen Enkelinnen Antonia und Annelie Bürkle wurde symbolisch ein Schluck Weißwein an die gewidmete Rebe gegossen, verbunden mit dem Wunsch, dass sie „wachsen und gedeihen“ möge.

Als weiterer Rebpate wurde Herbert Wirzius ausgezeichnet. Der langjährige Weinbruder erhielt diese Ehrung als Anerkennung für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Soonwaldstiftung.
Wein und Kultur gehören zusammen
Museumsleiter Marco van Bell stellte den Gästen anschließend die Römerhalle und ihre bedeutenden Ausstellungsstücke vor. Bei zwei Führungen mit Dieter Stöck konnten die Besucher unter anderem die beeindruckenden römischen Fußbodenmosaike besichtigen. „Wein und Kultur gehören seit der Römerzeit untrennbar zusammen“, betonte van Bell. Gleichzeitig warb er für das Römische Wochenende am 8. und 9. August, bei dem unter anderem der Weintransport in der Antike anschaulich dargestellt wird.
Nach dem offiziellen Teil ließen die Gäste den Nachmittag bei Gegrilltem, mitgebrachten Salaten und den ausgezeichneten Nahe-Weinen in geselliger Runde ausklingen. Bereits jetzt warb der Weinorden für seinen traditionellen Frühschoppen am Jahrmarktssonntag im Weinzelt und kündigte eine künftig noch engere Zusammenarbeit mit den „Kultur- und Weinbotschaftern Nahe“ an.





