TRAISEN. Nach mehreren Tagen intensiver Löscharbeiten zeichnet sich beim Waldbrand im Bereich Traisen eine deutliche Entspannung der Lage ab. Durch den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrkräfte am Boden, den Einsatz eines ferngesteuerten Löschroboters sowie den anhaltenden Landregen in der vergangenen Nacht konnten weitere Löscherfolge erzielt werden.
Vor allem die fußläufig eingesetzten Einsatzkräfte, die mit Löschrucksäcken die verbliebenen Glutnester bekämpfen, leisteten in den vergangenen Stunden wertvolle Arbeit. Unterstützt wurden sie von einem Löschroboter, der in dem munitionsbelasteten Waldgebiet eingesetzt wurde und dort Bereiche bearbeiten konnte, die für Einsatzkräfte zu gefährlich gewesen wären. Der Regen sorgte zusätzlich dafür, dass der Waldboden ausreichend durchfeuchtet wurde und sich die Brandlage weiter entspannte.
Am Mittwochvormittag stimmte sich die Einsatzleitung mit dem Kampfmittelräumdienst über das weitere Vorgehen in dem belasteten Waldstück ab. Mithilfe von Wärmebildkameras, Drohnen sowie Einsatzkräften der Feuerwehr und der Organisation @fire wurde der bereits vom Löschroboter bearbeitete Bereich erneut kontrolliert. Anschließend gab der Kampfmittelräumdienst die Fläche für weitere Löscharbeiten frei.
Derzeit sind noch rund 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei, THW und weiteren Organisationen im Einsatz. Unterstützung erhält die Einsatzleitung weiterhin vom Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz sowie von der Landesfacheinheit Presse- und Medienarbeit.
Sollten die weiteren Maßnahmen wie geplant verlaufen, soll die Zahl der Einsatzkräfte im Laufe des Tages deutlich reduziert werden. Zudem ist vorgesehen, die Alarmstufe von bislang 4 auf 3 herabzusetzen. Damit würde die Einsatzleitung vom Landkreis Bad Kreuznach wieder auf die Stadt Bad Kreuznach übergehen. Der Landkreis und die landesweiten Einsatzkräfte werden den Übergang jedoch weiterhin eng begleiten. Alarmstufe 4 war im Landkreis Bad Kreuznach erstmals überhaupt ausgerufen worden, bisherige Einsätze hatten maximal Alarmstufe 3 erreicht.
Nach derzeitiger Einschätzung geht die Einsatzleitung davon aus, dass die verbliebenen Glutnester spätestens am Donnerstag vollständig abgelöscht sein könnten, vorausgesetzt, die Lage verschlechtert sich nicht erneut.





