StartNachrichtenKreis BirkenfeldBauarbeiten beendet: Wieder freie Fahrt auf der Flugplatzstraße

Bauarbeiten beendet: Wieder freie Fahrt auf der Flugplatzstraße

IDAR-OBERSTEIN. Die wichtige Zufahrtsstraße zum Klinikum Idar-Oberstein sowie zur B41-Anbindung bei Fischbach ist wieder frei befahrbar: Nach nur zwei Monaten Bauzeit wurde am Freitag (26. Juni) um 14 Uhr die Vollsperrung der Kreisstraße 37 (Flugplatzstraße) zwischen dem Kreisverkehr Vollmersbachstraße in Idar und dem Stadtteil Göttschied aufgehoben. Die offizielle Verkehrsfreigabe erfolgte im Beisein des neuen rheinland-pfälzischen Ministers des Innern, für Integration und Verkehr, Achim Schwickert.

Landrat Miroslaw Kowalski zeigte sich erfreut, dass Schwickert eigens aus diesem Anlass in den Nationalparklandkreis Birkenfeld gekommen war. Kowalskis Grußwort fiel angesichts der heißen Temperaturen bewusst kurz aus, was aber auch gut zum nun abgeschlossenen Projekt passe: „Denn die Fahrbahnerneuerung der Flugplatzstraße ist tatsächlich wie im Flug vergangen. Zwei Monate Bauzeit sind für eine Maßnahme dieser Größenordnung bemerkenswert kurz“, betonte der Landrat.

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Ein ausdrückliches Lob richtete er an die ausführende Firma Juchem aus Niederwörresbach, die hervorragende Arbeit geleistet habe. Sein Dank galt außerdem dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) sowie allen weiteren Projekt-Beteiligten. „Sie alle haben dazu beigetragen, dass die unvermeidbare Vollsperrung auf das notwendige Minimum begrenzt werden konnte“, sagte Kowalski.

Die Sanierungsarbeiten auf der rund 1,3 Kilometer langen Strecke hatten am 22. April begonnen. Die zuvor stark beschädigte Fahrbahn erhielt eine neue Binder- und Asphaltdeckschicht. Darüber hinaus wurden die Bankette verfestigt, die vorhandene Rinnen- und Bordanlage durch ein Hochbord aus Beton ersetzt sowie die Leit- und Schutzeinrichtungen und die Beschilderung erneuert.

Erfreulich aus Sicht des Landkreises, der Baulastträger eines Kreisstraßennetzes mit einer Gesamtlänge von knapp 230 Kilometern hat: Die Baukosten für das K37-Projekt fielen deutlich niedriger aus als ursprünglich kalkuliert. Während im Kreishaushalt zunächst rund 755.000 Euro veranschlagt worden waren, konnte der Auftrag nach der öffentlichen Ausschreibung im Februar 2026 für rund 533.000 Euro an die Firma Juchem als wirtschaftlichsten Bieter vergeben werden. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Maßnahme mit einem Zuschuss in Höhe von 65 Prozent der Investitionskosten.

Verkehrsminister Achim Schwickert – bis zu seinem Wechsel nach Mainz selbst Landrat im Wechselkreis – stellte klar, dass sich sein Blick nicht nur auf die großen Verkehrsprojekte im Land richte, sondern es auch wichtig ist, in die „Kreisstraßen in der Fläche“ zu investieren.

Die Instandsetzung des  K37-Abschnitts zwischen Idar und Göttschied sei für ihn ein gutes Beispiel für folgende Feststellung: „Wenn wir bauen, dann machen wir das gut und schnell. Das große Thema ist aber die Zeit, bis wir ans Bauen kommen.“

In seinem Grußwort erinnerte Landrat Kowalski vor den zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung auch an die Vorgeschichte des Projekts. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, zunächst die Ortsdurchfahrt Hintertiefenbach im Zuge der K37 auszubauen. Sowohl die Stadt Idar-Oberstein als auch die Kreisgremien hatten sich jedoch dafür ausgesprochen, die Sanierung der Flugplatzstraße vorzuziehen. „Diesem Wunsch sind wir gefolgt, weil uns die große Bedeutung dieses Streckenabschnitts bewusst ist“, erklärte Kowalski.

Mit Blick auf den vielfach gewünschten Geh- und Radweg zwischen Göttschied und dem Vollmersbachtal wies der Landrat darauf hin, dass dieses Vorhaben aufgrund der kurzfristigen Umplanung und des engen Zeitfensters im Zuge der jetzigen Baumaßnahme noch nicht umgesetzt werden konnte. Gemeinsam mit dem LBM und der Stadt Idar-Oberstein werde der Kreis intensiv prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, auch hierfür eine tragfähige und bezahlbare Lösung zu finden.

Auch Bürgermeister Friedrich Marx zeigte sich erfreut darüber, dass die für Idar-Oberstein wichtige Strecke, deren vorherigen Zustand er als „katastrophal“ bezeichnete, in so kurzer Bauzeit erneuert wurde. „Das Ergebnis der Arbeiten ist sehr gelungen“, sagte Marx. Mit dem Abschluss des K37-Projekts könne man für die Verkehrsteilnehmer in der Stadt eine erste Erleichterung verschaffen, der sich bald schon die nächste anschließt. Denn am Freitag, 3. Juli, ist auch die Freigabe der derzeit noch vollgesperrten Bundesstraße 422 in Tiefenstein vorgesehen.  

Abschließend dankten Landrat Kowalski und die anderen Projektbeteiligten  allen Verkehrsteilnehmern sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauzeit. Sie können nun auf der K37 einen modernisierten Streckenabschnitt nutzen, der den Anforderungen einer wichtigen Verkehrsverbindung vollauf gerecht wird.


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