TRAISEN. Nach zwei kräftezehrenden Einsatztagen gibt es beim Waldbrand am Rotenfels erstmals einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer. Der Regen am frühen Montagmorgen, 29. Juni, sorgte bei den rund 600 Einsatzkräften für eine spürbare Entlastung. Zwar ist der Brand noch nicht gelöscht, die Lage konnte jedoch über Nacht stabil gehalten werden.
Landrätin Bettina Dickes sprach am Montagmorgen in einem Lage-Update von einer insgesamt positiven Entwicklung. „Selten habe ich mich so sehr über dunkle Wolken gefreut“, schrieb sie und zeigte sich erleichtert über den einsetzenden Regen.

Nach ihren Angaben verlief die Nacht „im Rahmen der Möglichkeiten gut“. Die Situation am Rotenfels sei derzeit stabil. Durch die angelegten Brandschneisen und den Einsatz von Kreisregnern habe das Feuer an den Brandgrenzen gehalten werden können. Auch der Fernsehturm sei aktuell nicht mehr gefährdet.

Zeitweise sorgte die Rauchentwicklung im Bereich der Waldorf-Kita für Aufmerksamkeit. Dort mussten die Einsatzkräfte in der Nacht zwischenzeitlich die Luft anhalten. Dickes lobte ausdrücklich den Einsatz der zahlreichen Helfer: „Die 600 Einsatzkräfte haben hier und an allen anderen Stellen alles gegeben – und das erfolgreich. Danke dafür!“

Für zusätzliche Hoffnung sorgt am Montag der Einsatz moderner Technik. Mit dem ferngesteuerten Löschroboter „Superwolf“ aus Vechta soll die Bekämpfung der verbliebenen Glutnester unterstützt werden. Der Spezialroboter kann in schwer zugänglichem Gelände eingesetzt werden und soll dort arbeiten, wo der Einsatz für Feuerwehrkräfte besonders gefährlich wäre.
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Lage angespannt. Die Einsatzkräfte werden den Brandbereich weiterhin intensiv überwachen und die Nachlöscharbeiten fortsetzen.





