Update: 27.06.26 – 23.13 Uhr:
Mittlerweile werden auch Feuerwehren aus Kastelleaun und Lambrecht nach Traisen alarmiert.
TRAISEN. Die Lage beim Waldbrand am Fernsehturm in Traisen hat sich am Samstagabend dramatisch zugespitzt. Nachdem es an der Einsatzstelle zu drei Explosionen gekommen war, mussten sämtliche Feuerwehrkräfte den Gefahrenbereich umgehend verlassen. Aufgrund der unklaren Gefahrenlage wurde der Kampfmittelräumdienst alarmiert.
Gemeinsam mit den Einsatzleitern sollte das weitere Vorgehen abgestimmt werden. Zu diesem Zeitpunkt war das Risiko für die Einsatzkräfte zu groß, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich weitere explosionsgefährliche Gegenstände im Brandgebiet befinden.
Noch während der Besprechung verschärfte sich die Situation jedoch weiter. Gegen 22.15 Uhr brach ein weiteres Feuer aus, das sich rasch ausbreitete. Inzwischen schlagen meterhohe Flammen aus dem Wald, die von Weitem sichtbar sind.

Wie Landrätin Bettina Dickes auf Anfrage von Nahe News mitteilte, wartet die Einsatzleitung derzeit auf die Unterstützung durch spezielle Wasserwerferfahrzeuge. Diese wurden unter anderem aus Hanau angefordert und sollen die Brandbekämpfung in dem gefährlichen Gelände unterstützen.
Nach aktuellen Schätzungen hat das Feuer mittlerweile eine Waldfläche von 1,7 Hektar erfasst. Mehr als 200 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Bad Kreuznach sowie aus Mainz sind inzwischen im Einsatz, um den Großbrand unter Kontrolle zu bringen.
Die Einsatzleitung beobachtet die Lage fortlaufend. Aufgrund der anhaltenden Gefahr durch mögliche weitere Explosionen und der schwierigen Brandbekämpfung ist derzeit noch nicht absehbar, wann das Feuer unter Kontrolle gebracht werden kann. Weitere Informationen werden erwartet.





