BINGEN. Die Binger Weintradition hat ein neues Kapitel aufgeschlagen: Erstmals in der Geschichte der Stadt wurde mit Lars-Mika Marxen ein Weinkönig gewählt. Gemeinsam mit der neuen Weinprinzessin Fiona Szabo wird er künftig die Binger Weinkultur repräsentieren. Die Wahl fand am 9. Juni auf der Burg Klopp statt.
Möglich wurde die historische Neuerung durch eine Initiative der Gleichstellungsbeauftragten Elisabeth Gräff. Erstmals konnten sich auch Männer für das traditionsreiche Amt bewerben. Die Jury entschied sich schließlich für Lars-Mika Marxen vom Weingut Marxen in Bingen-Dietersheim, der künftig den Titel „Prinz Scharlachberg“ trägt.
Zur Wahl gratulierten unter anderem Oberbürgermeister Thomas Feser und Elisabeth Gräff. Beide wünschten den neuen Weinmajestäten eine erfolgreiche Amtszeit mit vielen interessanten Begegnungen und unvergesslichen Erlebnissen als Botschafter des Binger Weins und der Stadt.
Unter der Moderation von Stefanie Doderer von der Bingen Tourismus & Kongress GmbH stellten sich insgesamt vier Kandidatinnen und Kandidaten einer 22-köpfigen Jury aus Vertretern der Stadt und des Binger Weinsenats. Dabei mussten die Bewerber ihr Wissen über die Geschichte Bingens, bedeutende Persönlichkeiten, Tourismus, Kultur und natürlich den Wein unter Beweis stellen. Zusätzlich präsentierten sie ihren persönlichen Lieblingswein und überzeugten die Jury mit Fachkenntnis, Motivation und sympathischem Auftreten.
In einer zweiten Wahlrunde wurden Fiona Szabo und Lorena Loosen zu Weinprinzessinnen gewählt. Lorena Loosen entschied sich jedoch aus persönlichen Gründen gegen die Annahme des Amtes. Der ebenfalls angetretene Slavko Didovic schied in dieser Runde aus dem Wettbewerb aus.
Die offizielle Inthronisierung des ersten Binger Weinkönigs erfolgt am 28. August im Rahmen der Eröffnung des Binger Winzerfest. Dann werden Lars-Mika Marxen und Fiona Szabo offiziell die Nachfolge des bisherigen „Prinzess Schwätzerchens“ antreten und die Stadt Bingen bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten.





