BAD KREUZNACH. Am gestrigen Mittwoch, 1. April sorgte ein vermeintlich zukunftsweisendes Projekt für Aufsehen in der Stadt: Die Rede war von einer innovativen Thermalwasser-Pipeline, die künftig alle Brunnenanlagen mit aufbereitetem Wasser versorgen sollte. Eine Geschichte, die Hoffnung machte – auf belebte Brunnen, geringere Kosten und sogar neue touristische Highlights.
Doch nun ist klar: Bei der gesamten Meldung handelte es sich um einen klassischen Aprilscherz.
Die Idee klang zunächst durchaus plausibel. Die Nutzung von überschüssigem Thermalwasser aus dem Salinental, kombiniert mit moderner Entsalzungstechnologie und einem flächendeckenden Leitungsnetz, schien eine kreative und nachhaltige Lösung für die seit Jahren trockenen Brunnen der Stadt zu sein. Auch die angeblichen Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz sowie die positiven Effekte auf Klima, Infrastruktur und Tourismus verliehen der Geschichte einen realistischen Anstrich.
Gerade diese Mischung aus technischer Innovation und lokalem Bezug machte den Bericht so überzeugend – und ließ viele Leserinnen und Leser zunächst an die Umsetzbarkeit glauben.
Tatsächlich jedoch war die „Thermalwasser-Pipeline“ nie mehr als eine gut durchdachte Erfindung zum 1. April. Weder existieren konkrete Pläne noch wurden entsprechende Fördergelder bewilligt oder Projekte beschlossen.
Die Stadt Bad Kreuznach muss also weiterhin ohne diese visionäre Lösung auskommen – zumindest vorerst. Dennoch zeigt die große Resonanz auf den Bericht, wie groß das Interesse an einer nachhaltigen Belebung des Stadtbildes ist.
In diesem Sinne: Ein gelungener Aprilscherz, der nicht nur für Gesprächsstoff gesorgt hat, sondern vielleicht auch ein wenig zum Nachdenken anregt.





