StartNachrichtenKreis Bad Kreuznach220 000€ Förderung: „Park am Mühlengraben“ in Langenlonsheim eröffnet

220 000€ Förderung: „Park am Mühlengraben“ in Langenlonsheim eröffnet

LANGENLONSHEIM. Mit einer feierlichen, wenn auch noch vorläufigen Eröffnung ist in Langenlonsheim der neue „Park am alten Mühlengraben“ seiner Bestimmung übergeben worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Gemeinde und Bürgerschaft kamen zusammen, um das Projekt zu würdigen, das häufig auch als „KIPKI-Park“ bezeichnet wird.
Ortsbürgermeister Dr. Bernhard Wolf begrüßte unter anderem eine Delegation des Seniorenzentrums, Ehrenbürgerin Gisela Sbrisny die frisch gewählten Landtagsabgeordneten Dr. Helmut Martin und Dr. Claudia Eider sowie Landrätin Bettina Dickes und Bürgermeister Michael Cyfka.

Noch ist der Park nicht vollständig freigegeben: Ein Bauzaun schützt die neu angelegte Fläche bis nach Ostern. Grund dafür sind die Witterungsbedingungen. Die wassergebundene Decke benötigt ausreichend warme Temperaturen zum Aushärten, während der frisch verlegte Rollrasen Zeit zum Anwachsen braucht. „Wir wollen Schäden durch eine zu frühe Nutzung vermeiden“, erklärte Ortsbürgermeister Wolf.

Die Entstehungsgeschichte des Parks reicht mehrere Jahre zurück. Ursprünglich war auf der Fläche ein Wohnmobilstellplatz geplant, doch das Vorhaben wurde aus Kostengründen verworfen. Die Idee einer grünen Aufwertung blieb jedoch bestehen. Den entscheidenden Impuls brachte schließlich das Landesprogramm KIPKI (Kommunales Investitionsprogramm für Klimaschutz und Innovation). Innerhalb kürzester Zeit wurde gemeinsam mit dem Planungsbüro Dörrhöfer ein Konzept entwickelt und eingereicht – mit Erfolg: Das Land förderte das Projekt zu 100 Prozent mit rund 220.000 Euro.
Planerin Frau Dörrhöfer erläuterte bei der Eröffnung die Besonderheiten der Anlage. Aus einer vollständig versiegelten Parkplatzfläche sei ein nachhaltiger, klimaresilienter Begegnungsort entstanden. Neben der weitgehenden Entsiegelung wurden unter anderem ein Trinkwasserbrunnen, eine solarbetriebene E-Bike-Ladestation, eine Fahrrad-Reparaturstation sowie klimaangepasste Bepflanzungen integriert. Ziel sei ein pflegeleichter Park, der sich in den kommenden zwei bis drei Jahren zu einer grünen Oase entwickeln werde.

Auch die Landtagsabgeordneten lobten das Projekt. Claudia Eider sprach von einer „sehr gelungenen Umsetzung“ und hob insbesondere die Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Bewohner des benachbarten Seniorenzentrums hervor. Der Park sei ein „tolles Entree“ für den Ort. Dr. Helmut Martin bezeichnete die Anlage als gelungenes Beispiel dafür, wie Förderprogramme und kommunales Engagement Hand in Hand gehen können.

Der neue Park soll künftig als Mehrgenerationenplatz dienen, für Spaziergänger, Radfahrer, Kinder und Seniorinnen und Senioren gleichermaßen. Mit Sitzgelegenheiten, moderner Infrastruktur und naturnaher Gestaltung bietet er Raum für Begegnung und Erholung.

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