IPPENSCHIED/REGION. So viel Betrieb ist das beschauliche Ippenschied nicht alle Tage gewohnt: Eine zwölfköpfige Ausflugsgruppe machte sich kürzlich auf den Weg in die Gemeinde mit nicht einmal 150 Einwohnern und sorgte für eine ungewohnte, aber herzliche Belebung im Ort. Der Anlass für den Besuch war ein besonderer Ehrentag, denn Freunde von Hans-Jürgen Theobald aus Windesheim hatten zu diesem gemeinsamen Ausflug eingeladen, um dessen 70. Geburtstag gebührend nachzufeiern. Theobald ist in seiner Heimatgemeinde bestens bekannt – nicht nur als langjähriges Ratsmitglied, sondern vor allem als prägende Persönlichkeit und Vorsitzender des evangelischen Posaunenchores. Mit von der Partie war zudem Uwe Schneider, der als Kultur- und Weinbotschafter sowie 1. Vorsitzender des entsprechenden Vereins die fachkundige Brücke zwischen regionaler Historie und genussvoller Tradition schlug.
Dass die Wahl auf Ippenschied fiel, war kein Zufall, sondern Teil eines bewussten Konzepts: Die eingespielte Clique setzt bei ihren jährlichen Touren konsequent auf Nachhaltigkeit und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Dass Ippenschied trotz seiner überschaubaren Größe gleich von drei Linien des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbunds (RNN) sowie zusätzlichen Verbindungen aus Bad Sobernheim angefahren wird, machte die Planung erst möglich und unterstreicht die gute Vernetzung der Region. Dieser Ausflug dient als hervorragendes Beispiel dafür, wie unkompliziert und entspannt man die vielfältigen Schätze in unserem wunderschönen Naheland mit dem RNN entdecken kann. Der Praxistest zeigte jedoch auch die charmanten Grenzen der dörflichen Infrastruktur auf: Wenn mehrere Busse gleichzeitig eintreffen, kann es auf der einzigen Zufahrtsstraße des Dorfes schon mal eng werden – eine logistische Herausforderung, die die Gruppe mit Humor und Abenteuerlust meisterte.

Ortsbürgermeister Philipp Sendrowski, der vorab über den Besuch informiert war, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich willkommen zu heißen. Als besondere Überraschung überreichte er jedem Teilnehmer eine eigens vorbereitete Urkunde, was für eine bleibende Erinnerung an diesen Aufenthalt sorgte. Nach dem offiziellen Empfang zog es die Gruppe hinaus in die Natur. Eine Wanderung durch die malerische Umgebung bot die ideale Gelegenheit, die landschaftliche Vielfalt unserer Heimat zu genießen, bevor der Tag bei einem gemütlichen Abendessen seinen geselligen Abschluss fand.
Die Reise der Windesheimer hat eindrucksvoll bewiesen, dass Gemeinschaft, gute Planung und die Angebote des RNN die perfekten Zutaten sind, um unser wunderschönes Naheland bis in den kleinsten Winkel zu erkunden.








