BAD SOBERNHEIM. Froh blicken Rüdiger Scheffer, Forstamtsleiter in Bad Sobernheim, und sein Nachwuchs-Team auf die wertvollen Eichenstämme aus dem Forstrevier Bad
Sobernheim. Er weiß, welcher langjährige Pflegeaufwand hinter solchen Stämmen liegt. Die Wertholz-Versteigerung auf dem Submissionsplatz bei Boppard ist entschieden – das Holz ist verkauft.
Alljährlich werden nur die makellosesten Stämme bester Qualität zur Versteigerung angeboten. Dieses Jahr genügten nur 10 der geernteten Stämme im gesamten Forstamt Bad Sobernheim diesen Ansprüchen, von denen alle beboten und zu achtungswerten Preisen verkauft wurden. Dabei wurde ein durchschnittlicher Preis von über 1.000 € pro Festmeter erzielt. Der Spitzenstamm aus Bad Sobernheim lag sogar bei 3.700 €, bei einem
Durchmesser von 63 cm und einer Länge von 6,10 Metern. Insgesamt wurde durch das Sobernheimer Wertholz ein Erlös von über 19.500 € realisiert.
Solch hochqualitative Sortimente anbieten zu können, ist nicht selbstverständlich, das weiß Rüdiger Scheffer: „Dazu ist eine konsequente und langfristige Pflege nötig. Ich bin dankbar, dass viele Generationen der Bad Sobernheimer zuversichtlich und geduldig genug waren, uns diese Bäume herausformen zu lassen. Schließlich sind viele der Auswirkungen unseres
waldbaulichen Handelns erst langfristig sichtbar – da geht nichts ohne gegenseitiges Vertrauen.“
Auch in Zukunft soll uns die Eiche im Raum Bad Sobernheim erhalten bleiben. Sie ist eine besonders widerstandsfähige Baumart und weiß sogar in trockenen und steilen Lagen dem Klimawandel zu trotzen. „Bei einem Produktionszeitraum von bis zu 200 Jahren muss man langfristig denken, damit auch die nachfolgenden Generationen solches Wertholz nutzen
können.“ – so Frank Steines, Revierleiter des Reviers Bad Sobernheim. Er ist bemüht den Wald vielfältiger zu gestalten und sorgt durch die Entnahme einzelner alter Bäume für die Entstehung einer neuen Baumgeneration. Ob ein Altbaum entnommen wird, orientiert sich dabei primär an seiner Vitalität – bei Anzeichen von Schwäche oder potenzieller Holzentwertung kann der Baum geerntet werden.
„Letzten Endes zeigen die überaus positiven Ergebnisse der Wertholzsubmission die Vorteile einer langfristig-orientierten Forstwirtschaft,
bei der Generationen-übergreifend Qualitätsholz produziert und erfolgreich
vermarktet wird. Wir freuen uns über dieses Ergebnis“, so Rüdiger Scheffer.
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