HENNWEILER. Die Unterstützung schwerkranker und notleidender Kinder aus der Region stand im Mittelpunkt der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Fördervereins Lützelsoon am 6. März im Bürgerhaus Alte Schule in Hennweiler. Vorsitzender Herbert Wirzius konnte dabei eine beeindruckende Bilanz präsentieren: Im vergangenen Jahr wurden 1,1 Million Euro an Spenden verbucht.
Der Förderverein wächst weiter. Zum Jahresende 2025 zählte er 1012 Mitglieder, aktuell sind es bereits 1026. Hinzu kommen rund 350 Unterstützer im Freundeskreis, die regelmäßig spenden, aber keine Mitglieder sind. Das Vertrauen der Bevölkerung sei ungebrochen, betonte Wirzius. Allein im vergangenen Jahr habe der Verein rund 151 größere Spendenaktionen begleitet. Zudem gab es 95 zweckgebundene Spendensammlungen wie etwa bei runden Geburtstagen, Vereinsveranstaltungen oder über Pfandboxen im Einzelhandel.
Die Hilfe kommt direkt bei den Betroffenen an. Mehr als 100 Familien mit schwerkranken oder in Not geratenen Kindern wurden im vergangenen Jahr unterstützt. Besonders eindrucksvoll war die Welle der Solidarität für den kleinen Vincent: Über 500 Einzelspenden gingen allein für diesen Fall ein, häufig auch kleine Beträge. „Gerade diese vielen kleinen Spenden zeigen, wie groß die Hilfsbereitschaft in unserer Region ist“, sagte Wirzius.
Auch finanziell steht der Verein auf einer soliden Basis. Schatzmeister Oliver Kohl berichtete von Gesamtausgaben in Höhe von 950.093,05 Euro im Jahr 2025. Gleichzeitig konnten Rücklagen von rund 455.000 Euro gebildet werden, etwa in gleicher Höhe wie im Jahr zuvor. Diese seien notwendig, da viele Therapien über mehrere Jahre laufen und langfristig finanziert werden müssen. Die Rechnungsprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstands, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde.
Eine Satzungsänderung war ebenfalls Thema der Versammlung. Der frühere Verwaltungsjurist Kurt Ensch hatte die Anpassung gemeinsam mit dem Vorstand vorbereitet. Hintergrund sind geänderte rechtliche Vorgaben für gemeinnützige Organisationen. Inhaltlich ändere sich an der Arbeit des Vereins nichts, erläuterte Ensch; vielmehr seien Formulierungen an die aktuelle Mustersatzung des Landes Rheinland-Pfalz angepasst worden. Die Änderung wurden erläutert und einstimmig beschlossen.
Bei den anschließenden Neuwahlen erhielt der Vorstand erneut großes Vertrauen. Herbert Wirzius wurde einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Zu seinem Stellvertreter wurde Thomas Jung gewählt und Oliver Kohl als Schatzmeister bestätigt. Seine Stellvertreterin ist Isabell Müller. Den geschäftsführenden Vorstand ergänzt zudem Bernd Müller. Schriftführerin bleibt Simone Mager, stellvertretender Schriftführer Horst Fey. Als Beisitzer Organisation im erweiterten Vorstand wurde Jürgen Peitz neu gewählt. Zudem bleibt Ingrid Wirzius Beisitzerin Organisation Im erweiterten Vorstand engagieren sich wie bisher Carina Dinig, Karin Klein und Lena Müller. Zu Rechnungsprüfern wurden die ehemaligen Banker Willi Heip und Helmut Hein sowie deren Stellvertreter Norbert Petry und Jörg Römer gewählt. Herbert Wirzius, der von Beginn an erster Vorsitzender des Fördervereins ist, bedankte sich für die Wiederwahl und kündigte augenzwinkernd an: „Ich plane, noch eine Periode weiterzumachen und die geht über mehrere Jahre.“
In seinem Bericht ging Wirzius auf zahlreiche Aktionen ein, die den Verein tragen: etwa die Weihnachtswunschbaumaktion, bei der zuletzt rund 700 Geschenke an kranke und bedürftige Kinder verteilt wurden, oder die Benefizspiele der Soonwaldkicker. Positiv hat sich auch die Kooperation mit der Kulturloge entwickelt, die kostenlose Karten für Events in der Region an Bedürftige verteilt.
Die kommenden Monate stehen im Zeichen zweier Jubiläen: Der Förderverein Lützelsoon wird 30 Jahre alt, die Soonwaldstiftung 25 Jahre. Beide Jubiläen werden in einem großen Festakt am 18. April in der Lützelsoonhalle in Hennweiler gefeiert. Zum Abschluss dankte die Versammlung besonders Herbert und Ingrid Wirzius für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. „Was hier in drei Jahrzehnten entstanden ist, ist alles andere als selbstverständlich“, sagte Versammlungsleiter Michael Schmidt. Der Förderverein sei zu einer der wichtigsten sozialen Hilfsinitiativen der Region geworden.
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