KREIS BAD KREUZNACH. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz zeigt sich bei den Unternehmen im Landkreis Bad Kreuznach zum Jahresbeginn 2026 eine deutliche Stimmungsaufhellung gegenüber dem vergangenen Jahr. Gleichwohl bleibt die wirtschaftliche Gesamtsituation angespannt. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen zusammenfasst, steigt auf 80 Punkte. Mit einem Wert von unter 100 Punkten ist die Gesamtstimmung jedoch weiterhin mehrheitlich negativ geprägt.
Die Beurteilungen der aktuellen Geschäftslage fallen zum Jahresbeginn 2026 etwas weniger
pessimistisch aus als noch im Herbst 2025. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Lage als
„gut“ bewerten, ist auf 16 Prozent gestiegen. Gleichzeitig bleibt der Anteil der Betriebe mit
negativer Lageeinschätzung mit 46 Prozent auf einem hohen Niveau. Insgesamt überwiegen damit weiterhin die kritischen Stimmen.
Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate erwarten 28 Prozent eine Verbesserung der
Geschäftsentwicklung – ein deutlicher Anstiegt gegenüber dem Vorjahr. 36 Prozent rechnen
mit einer gleichbleibenden Situation und 36 Prozent erwarten eine Verschlechterung der
Geschäftslage. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen verbessert sich von -33
Prozentpunkte im Herbst 2025 auf aktuell – 8 Prozentpunkte.
Die Investitionsabsichten für die nächsten zwölf Monate bleiben zurückhaltend. Während 17
Prozent der Betriebe ihre Investitionstätigkeit ausbauen möchten, beabsichtigen 46 Prozent
geringere Investitionen. Auch die Beschäftigungserwartungen bleiben verhalten: Lediglich 6
Prozent planen einen Beschäftigungsaufbau. Die Mehrheit (63 Prozent) geht von einem
konstanten Personalbestand aus.
Ein Blick auf die Gründe für die gedämpfte Stimmungslage zeigt: Mit 61 Prozent der
Nennungen wird der Inlandsabsatz als größte Herausforderung für die wirtschaftliche
Entwicklung genannt. Weitere relevante Risiken sehen die regionalen Unternehmen in den
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (58 Prozent) und in den Arbeitskosten (52
Prozent).
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