VOLXHEIM. Auch die zweite Wärmepumpen-Party der Omas for Future stieß auf großes Interesse. Für weitere im Kreisgebiet werden Gastgeber gesucht.
Über 40 Teilnehmende informierten sich am 8.2. im Brühler Hof über die Vorzüge einer Wärmepumpe gegenüber Öl- oder Gasheizungen. Bevor Solar- und Wärmepumpenbotschafter Bernhard Dax die verschiedenen Systeme und Funktionsweisen dieser verbrennungslosen Heiztechnik erklärte, widmete er sich den gängigsten Mythen über Wärmepumpen:
1. „Wärmepumpen funktionieren nur im Neubau.“
Fakt: Wärmepumpen können auch in Bestandsgebäuden effizient arbeiten.
2. „Wärmepumpen funktionieren nicht bei Minusgraden.“
Fakt: Moderne Geräte liefern auch bei Frost zuverlässig Wärme.
3. „Wärmepumpen sind zu teuer.“
Fakt: Förderungen und niedrige Betriebskosten relativieren die höhere Investition deutlich.
4. „Wärmepumpen schaffen nicht genug Wärme.“
Fakt: Richtig ausgelegt erreichen Wärmepumpen problemlos die nötigen Vorlauftemperaturen.
5. „Wärmepumpen sind laut und stören die Nachbarn.“
Fakt: Moderne Geräte sind deutlich leiser als ältere Modelle. Andernfalls würden sie nicht gefördert.
Neben Bernhard Dax konnten auch zwei Heizungsbauer mit großer Kompetenz in Sachen Wärmepumpe zur Klärung offener Fragen beitragen. Was allerdings niemand beantworten konnte, war die Frage, wie lange die derzeitige Förderung neuer Anlagen von bis zu 70 % der Kosten noch Gültigkeit hat. Eigentlich wollte die Regierung ihre Pläne für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (bisher Gebäudeenergiegesetz oder laut Springer-Presse: Heizhammer) schon Anfang Februar vorlegen. Die Ungewissheit verunsichere die gesamte Branche, räumte ein Handwerker ein. Evtl. sei mit einer Umstellung der Förderung auf Festbeträge, wie in anderen EU-Staaten, zu rechnen. Die Förderung ganz zu streichen sei kontraproduktiv, wenn man die Klimaziele ernst nehme.
„Ganz gleich wie es mit der Förderung weitergeht, wer heute noch eine Gasheizung einbauen lässt, läuft zusehends in die Gaskostenfalle. Durch die jährlich steigende CO2-Bepreisung auf Erdgas, sowie steigende Netzgebühren, weil sich die Kosten auf immer weniger Nutzer aufteilen, werden die steigenden Betriebskosten den Preisvorteil beim Einbau der Gasheizung schließlich auffressen“, gibt Bernhard Dax zu bedenken.
Nach den beiden Veranstaltungen in Volxheim, ist Anfang März ein Vortrag über Wärmepumpen im Haus am Bibelgarten in Monzingen und am Samstag, 18. April um 13.30 Uhr in den Räumen der Sparkasse, Mannheimer Straße 181 in Bad Kreuznach geplant.
Alle örtlichen Gemeindevertretungen sind aufgefordert, Infoveranstaltungen zu dieser nachhaltigen Heiztechnik zu organisieren. Kontakt: bad-kreuznach@omasforfuture.de,
Tel. 0170-9496094.
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