RHEINLAND-PFALZ. Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl deutet sich ein spannendes Rennen an: CDU und SPD liegen nahezu gleichauf. Das geht aus dem aktuellen Rheinland-Pfalz-Trend hervor, den das SWR-Politikmagazin „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ am Donnerstag, 26. Februar, 20.15 Uhr veröffentlicht.
Demnach käme die CDU aktuell auf 28 Prozent und verliert damit im Vergleich zum Januar einen Prozentpunkt. Die SPD legt um einen Punkt zu und erreicht 27 Prozent. Die AfD verbessert sich leicht auf 19 Prozent (plus 1). Die Grünen landen bei 9 Prozent (minus 1), die Linke bei 5 Prozent (minus 1) und die Freien Wähler ebenfalls bei 5 Prozent (plus 1). Alle übrigen Parteien, darunter FDP und BSW – kommen zusammen auf 7 Prozent. Eine eigenständige Prozentzahl für die derzeit mitregierende FDP wird vom SWR in der veröffentlichten Grafik nicht ausgewiesen.

Wunsch nach SPD-geführter Regierung
Bei der Frage nach der künftigen Regierungsführung sprechen sich 35 Prozent für eine SPD geführte Landesregierung aus, zwei Prozentpunkte weniger als im Januar. 30 Prozent wünschen sich eine CDU-geführte Regierung (minus 1), 19 Prozent eine AfD-geführte Landesregierung (unverändert).
Unabhängig von der Führungsfrage hätte eine Koalition aus SPD und CDU mit 39 Prozent den größten Zuspruch. Für eine Fortsetzung der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP sprechen sich 19 Prozent aus, für ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken 20 Prozent.
Mit der Arbeit der aktuellen Ampel-Regierung sind 44 Prozent der Befragten zufrieden, 50 Prozent unzufrieden. Damit liegt die Zustimmung unter dem Niveau von 2021. Damals hatten sich 57 Prozent zufrieden und 41 Prozent unzufrieden gezeigt.
Direktwahl: Schweitzer deutlich vorne
Würde der Ministerpräsident direkt gewählt, läge Amtsinhaber Alexander Schweitzer mit 34 Prozent klar vorne (unverändert). CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder erreicht 17 Prozent (plus 3), AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger 7 Prozent (minus 1). 42 Prozent der Befragten können oder wollen sich für keinen der drei Kandidaten entscheiden. In den jeweiligen Parteianhängerschaften erhält Schweitzer 84 Prozent Zustimmung, Schnieder 57 Prozent und Bollinger 29 Prozent.

Vertrauen in Problemlösung sinkt
Auffällig ist der Rückgang beim Vertrauen in die Lösungskompetenz der Parteien. 21 Prozent trauen der CDU zu, die wichtigsten Probleme im Land zu lösen (minus 5). Der SPD sprechen dies 20 Prozent zu (minus 2). Die AfD liegt bei 15 Prozent (unverändert), die Grünen bei 5 Prozent (unverändert). 27 Prozent der Befragten sind der Meinung, keine der Parteien könne die drängendsten Aufgaben bewältigen, ein Anstieg um 6 Prozentpunkte.
Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung des Instituts Infratest dimap unter 1.158 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern im Zeitraum vom 19. bis 24. Februar 2026. Die vollständigen Ergebnisse werden im „SWR Politikmagazin Zur Sache Rheinland-Pfalz“ am Donnerstag, 26. Februar 2026, ab 20.15 Uhr im SWR-Fernsehen vorgestellt.





