Wie aus Fördermillionen eine Perle wurde: Politischer Besuch würdigt jahrzehntelange Stadtentwicklung
MEISENHEIM. Ein begeisterter Innenminister, historische Baudenkmäler im neuen Glanz und stolze Gastgeber: Der Besuch von Michael Ebling in Meisenheim wurde zu einer eindrucksvollen Demonstration gelungener Stadtentwicklung. Was der rheinland-pfälzische Innenminister bei seinem Rundgang durch die Altstadt zu sehen bekam, ließ ihn von einer „echten Perle“ sprechen.
Fast ein halbes Jahrhundert kontinuierliche Entwicklung
Die Erfolgsgeschichte begann vor vielen Jahren – seitdem hat sich Meisenheim kontinuierlich weiterentwickelt und dabei erheblich von Städtebauförderprogrammen profitiert. Stadtbürgermeister Reinhold Rabung, der sich intensiv in die Förderhistorie eingearbeitet hatte, präsentierte beeindruckende Zahlen: Etwa 30 Millionen Euro Gesamtinvestitionen haben das Gesicht der Stadt in der Vergangenheit verändert, davon stammten knapp 15 Millionen aus öffentlichen Fördertöpfen. Die aktuelle Förderphase, die 2017 begann, wurde kürzlich um weitere zwei Jahre verlängert – ein Zeichen dafür, dass die Transformation noch nicht abgeschlossen ist.
Prominenter Besuch mit großem Gefolge
Auf Einladung von Staatssekretär Dr. Denis Alt versammelten sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der ehemaligen Synagoge in der Saarstraße – dem Startpunkt einer besonderen Führung. Neben Innenminister Ebling waren unter anderem der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Markus Stein und der Vorsitzende der Meisenheimer SPD, Jonathan Kolberg, dabei. Außerdem auch Verbandsgemeindebürgermeister Uwe Engelmann und der Fraktionssprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Ralf Gillmann. Die Mischung aus politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Meisenheim und den Nachbarorten machte deutlich: Hier geht es um mehr als einen Pflichttermin.
Zwischen Tradition und Zukunft
Der Weg durch die Altstadt glich einer Zeitreise. In der Obergasse reihten sich die Erfolgsbeispiele aneinander: der Boos von Waldeck’sche Hof, der Meisenheimer Hof, das Gemeindehaus und die Brotmanufaktur. Am Fürstenwärther Hof erwartete Markus Pape die Gruppe – er gehört zu den Gesellschaftern und gewährte Einblicke in die Zukunftspläne für das historische Gebäude. Ein Höhepunkt war der Besuch der Schlosskirche. Hier zückte Michael Ebling sein Smartphone und hielt die besonderen Details fest: die Grabkapelle der Wittelsbacher, das architektonisch bemerkenswerte freischwebende Gewölbe und die historische Stummorgel. Am Schlossplatz erläuterte Rabung die gemeinsamen Visionen von Stadt und Kreuznacher Diakonie für das Stephanstocker Gelände.
Gemütlicher Ausklang mit Weitblick
Nach einem Spaziergang durch die Mühlgasse hinunter zum Glan und zurück durch die malerische Lauergasse fand die Gruppe im Yade Pizzeria- und Kebabhaus zusammen. Gastgeber Hasan Cesen, seit über 25 Jahren fester Bestandteil des Meisenheimer Lebens, bot den passenden Rahmen für entspannte Gespräche. Denis Alt lud zu Getränken ein, und die Diskussion wandte sich größeren Perspektiven zu. Verbandsgemeindebürgermeister Engelmann berichtete von den internationalen Erfolgen: Meisenheim macht beim UN-Wettbewerb „Best Tourism Villages“ eine gute Figur.
Ein Kompliment, das Programm ist
Michael Eblings Schlusswort fasste den Tag perfekt zusammen: „Ich hatte hier kurz den Eindruck, dass ich im Urlaub bin.“ Für eine Stadt, die seit Jahrzehnten an ihrer Attraktivität arbeitet, gibt es kaum ein schöneres Lob. Sein Fazit unterstrich er mit den Worten: „Ich nehme einen sehr schönen Eindruck mit“ – und machte deutlich, dass Städtebauförderung, wenn sie richtig eingesetzt wird, aus historischer Bausubstanz lebendige, lebenswerte Orte schaffen kann.
Die Botschaft des Tages: Meisenheim ist mehr als ein gelungenes Förderprojekt. Es ist ein Beispiel dafür, wie Engagement, historisches Bewusstsein und strategische Investitionen eine Stadt zum Strahlen bringen.
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