BINGERBRÜCK. Mit einem offiziellen Spatenstich ist am Donnerstag, 19. Februar 2026, der Startschuss für ein umfangreiches Infrastrukturprojekt entlang der B9/Koblenzer Straße in Bingerbrück gefallen. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Versorgungsunternehmen gaben gemeinsam das Baufeld frei und läuteten damit die Modernisierung der Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen ein.
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Zu den Teilnehmenden des symbolischen Auftakts gehörten Oberbürgermeister Thomas Feser, Bürgermeister Ulrich Mönch, Verbandsvorsteher und Bürgermeister Michael Cyfka, Heiko Jäger, Teamleiter Netzplanung bei Westnetz, sowie Melanie Dindorf und Marco Umlauf aus der Geschäftsführung der Netzgesellschaft Bingen Energie Zukunft. Gemeinsam hoben sie die Bedeutung des Projekts für die langfristige Entwicklung des Stadtteils hervor.
Oberbürgermeister Thomas Feser betonte, mit der Maßnahme investiere die Stadt gezielt in eine zukunftsfähige Infrastruktur. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten könnten die Arbeiten gebündelt umgesetzt werden, wovon die Bürgerinnen und Bürger langfristig profitieren würden. Bürgermeister Ulrich Mönch sprach von einem wichtigen Meilenstein für Bingerbrück: Eine vorausschauende Planung im Untergrund sei die Voraussetzung für ein modernes Straßenbild. Auch Michael Cyfka unterstrich die Bedeutung der Erneuerung der Wasserleitungen, die die Versorgungssicherheit erhöhen und die zuverlässige Trinkwasserversorgung langfristig sichern solle.
Arbeiten auf rund einem Kilometer
Den Auftakt zur geplanten Neugestaltung der Ortsdurchfahrt bildet zunächst die Sanierung der unterirdischen Infrastruktur. Stadtwerke Bingen, der Verteilnetzbetreiber Westnetz und der Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle bündeln dafür ihre Kräfte. Auf rund einem Kilometer in der Koblenzer Straße sowie in der Straße Am Rupertsberg werden die Leitungsnetze für Wasser, Strom, Gas und Abwasser umfassend erneuert, neu strukturiert und technisch auf den aktuellen Stand gebracht.
Die Arbeiten schaffen zugleich die Grundlage für die spätere Straßenerneuerung und stehen im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf die Bundesgartenschau (BUGA), die als wichtiger Impuls für die bauliche und infrastrukturelle Aufwertung der Stadt gilt.
Verkehr halbseitig geregelt
Die Bauarbeiten erfolgen abschnittsweise. Während der Bauzeit wird die Straße halbseitig gesperrt, der Verkehr durch eine Ampelanlage geregelt. Über Baufortschritt und mögliche Einschränkungen wollen die Verantwortlichen regelmäßig über die üblichen Informationskanäle sowie über den digitalen Baustellenservice „infraMessage“ informieren.
Bereits im Oktober 2025 hatten zwei Informationsveranstaltungen stattgefunden, bei denen Gewerbetreibende und Anwohnende über das Vorhaben informiert wurden. Dabei konnten erste Fragen geklärt und Hinweise aus der Bürgerschaft aufgenommen werden.
Straßenausbau ab 2027 geplant
Nach Abschluss der Leitungsarbeiten planen der Landesbetrieb Mobilität (LBM) und die Stadt Bingen ab 2027 eine grundlegende Neugestaltung der Ortsdurchfahrt. Fahrbahnen und Gehwege sollen modernisiert werden, um ein einheitliches und attraktives Straßenbild mit höherer Aufenthaltsqualität zu schaffen. Der Baustart steht jedoch noch unter dem Vorbehalt einer rechtskräftigen Ausbauplanung, die sich seit Sommer 2025 im Planfeststellungsverfahren befindet.
Im Zuge der jetzigen Maßnahme erneuert Westnetz im Auftrag der Netzgesellschaft Bingen Energie Zukunft das Stromnetz. Außerdem werden vorhandene Gashausanschlüsse im Zuge der Leitungsarbeiten erneuert. Interessierte Anwohner im betroffenen Bereich können zudem neue Gashausanschlüsse bestellen, die dann direkt mit verlegt werden.
Ausgeführt werden die Bauarbeiten von der Firma Strabag. Die Projektpartner Stadtwerke Bingen, Westnetz und der Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle, bitten die Bevölkerung während der Bauphase um Verständnis für Verkehrseinschränkungen und mögliche Beeinträchtigungen in der Ver- und Entsorgung.





