GULDENTAL. Mit einem abwechslungsreichen Programm, viel Humor und starken tänzerischen Leistungen hat der Karnevalverein Sunneblum seine beiden Kappensitzungen in der Gustav-Pfarrius-Halle gefeiert. Unter dem Motto „Wellen, Fische Meeresgrund – die Sunneblum macht die Fastnacht bunt“ erlebten die Besucher ab 19.11 Uhr eine kurzweilige Sitzung, die die ganze Vielfalt der Guldentaler Fastnacht widerspiegelte.
Nach dem Einmarsch von Vorstand, Elferrat und Garden, die vom Publikum mit großem Applaus empfangen wurden, eröffnete die Minigarde „Sunneblümmelcher“ den tänzerischen Reigen. Unter der Leitung von Veronika Schreml und Leonie Schremel präsentierten sich die jüngsten Aktiven erstmals in neuen Kostümen und wurden dafür mit viel Beifall belohnt.
Den politischen und lokalen Rundumschlag übernahm Thomas Stellpflug mit seinem traditionellen Protokoll. Mit spitzer Zunge griff er Themen wie Guldentaler Politik, einen Wohnwagen auf dem Schulweg oder den Bau eines millionenschweren Radwegs auf. Anschließend sorgte die Gruppe „Magma“, trainiert von Jessica Klöckner, mit einem chinesischen Tanz samt Drachen für internationale Akzente.

Humorvoll ging es mit den Sunshine Girls Melanie und Sonja weiter, die das Publikum mit ihrer augenzwinkernden Darbietung „Weinyoga“ zum Lachen brachten. Nach dem Grußwort des Ortsbürgermeisters stellten sich Ronja und Yannick als „Jungspunde“ vor und präsentierten ihre Bewerbung als Teenieprinzenpaar, inklusive einer angeblichen Konfettiinfektion.
Ein emotionaler Moment folgte beim Gardetanz der Soleros: Es war zugleich der letzte Auftritt unter der langjährigen Trainerin Mareike Zeitz, deren Engagement besonders gewürdigt wurde. Danach betraten Matthias Schütte und King-Karl Bodtländer als „Knorzeköpp“ in der Rolle von Bestattern die Bühne und lieferten deftigen Humor. Patrick Krieg setzte mit seiner Rede über die Farbenpracht der Fassenacht, Meinungsfreude und „Boomer mit CD-Brennern“ einen weiteren Höhepunkt.

Eleganz zeigte Funkenmariechen Jana Schweigert mit ihrem Tanz, bevor die Sunnestrählcher mit einer skurrilen Nummer über eine missglückte Fastnachtsrede und eine schlecht gelaunte Miesmuschel für viele Lacher sorgten. Musikalisch wurde es mit der Gruppe „Unbestuhlt“, die mit Songs wie „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, „Ich hab die Lampen an, ich bin ein Leuchtturm“ und Bon Jovis „Runaway“ für große Stimmung sorgte. Auch die Zugaben „Thekenmädchen“, „Blau wie das Meer“ und „Dorf mit G“ rissen das Publikum mit.
Mit frischem Wind präsentierten sich die neuen „Sektperlcher“ im Marine-Look, während die All Stars mit bekannten Songs und überraschenden Textvarianten überzeugten. Das Männerballett entführte die Gäste unter dem Motto „11 mutige Piraten“ auf eine abenteuerliche Schatzsuche, bewacht von einer geheimnisvollen Meerjungfrau. Trainiert wurde die Gruppe von Mareike Zeitz, Hannah Ballof und Sophie Kappel.
Den tänzerischen Schlusspunkt setzten erneut die Soleros mit ihrem Showtanz „Sirens – Deep in the Water“. Unter der Leitung von Johanna Lorenz entstand eine eindrucksvolle Unterwasserwelt mit anmutigen und zugleich gefährlichen Wesen.
Beim großen Finale feierte der gesamte Saal gemeinsam zu Klassikern wie „Oh du mein Guldental“, „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, „Komm hol das Lasso raus“, „Die Hände zum Himmel“ und „Humba Täterää“. Am Ende stand eine rundum gelungene Sitzung, die einmal mehr zeigte, wie lebendig die Fastnacht in Guldental ist.





