BINGEN-BÜDESHEIM. Ein gefährliches Manöver eines Autofahrers führte am Montagmorgen zu einem größeren Polizeieinsatz in Büdesheim. Nur durch die schnelle Reaktion eines Busfahrers konnte Schlimmeres verhindert werden – dennoch forderte der Vorfall mehrere Leichtverletzte.
Gegen 9:40 Uhr am heutigen Montag, 9. Februar wurden die Beamten der Binger Polizei in die Hitchinstraße gerufen. Kurz zuvor hatte sich dort ein Zwischenfall ereignet, der für eine Schulklasse der 5. Jahrgangsstufe beinahe im schweren Unfall geendet hätte.
Beinahe-Kollision zwingt Bus zur Vollbremsung
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei nahm das Unheil unmittelbar nach dem Anfahren des Schulbusses an der Haltestelle Pestalozzistraße seinen Lauf. Der vollbesetzte Bus war gerade in Richtung Dietersheim unterwegs, als dem Fahrer plötzlich ein PKW auf seiner eigenen Fahrspur entgegenkam.
Um einen direkten Frontalzusammenstoß zu verhindern, leitete der Busfahrer sofort eine Gefahrenbremsung ein. Zwar blieb der Zusammenstoß zwischen den Fahrzeugen aus, doch die Wucht der Verzögerung hatte im Inneren des Busses schmerzhafte Folgen.
Durch den plötzlichen Ruck verloren mehrere Kinder sowie begleitende Lehrkräfte den Halt und stürzten. Insgesamt klagten vor Ort 13 Personen über Prellungen, Hautabschürfungen und Kopfschmerzen
Glück im Unglück: Eine weiterführende medizinische Betreuung oder ein Transport ins Krankenhaus war nach der ersten Einschätzung vor Ort bei keinem der Beteiligten notwendig.
Der Verursacher des Vorfalls konnte schnell identifiziert werden. Der Fahrer des entgegenkommenden PKW zeigte sich noch vor Ort einsichtig und gab zu, die falsche Fahrbahnseite benutzt zu haben. Die Reue schützt ihn jedoch nicht vor rechtlichen Konsequenzen: Die Polizei hat gegen den Autofahrer ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.





