NORHEIM. Schnallt euch an, die Reise geht los! Unter dem elektrisierenden Motto „Route 66 – Alte Straße, neuer Weg – Auf in die Zukunft“ feierten die Narren Freunde Norheim (NFN) ihr stolzes 66-jähriges Bestehen. In der festlich geschmückten Narrhalla blieb kein Auge trocken, als die Aktiven ein Programm abfeuerten, das der närrischen Jubiläumszahl mehr als gerecht wurde.

Als erfahrener Reiseführer auf der Route 66 fungierte Sitzungspräsident Stephan Senft, der mit viel Witz und Souveränität durch den Abend leitete. Den feierlichen Auftakt machte Luisa Liebold mit ihrem Prolog, bevor der Elferrat und die NFN-Garden unter dem Jubel der Gäste einmarschierten. Für die nötige Betriebstemperatur sorgte ein Medley aus Mainzer Fastnachtshits, gefolgt von einer liebgewonnenen Tradition: Bereits zum zwölften Mal waren die Guggemusiker der „1. Hambrücker Forlebuzzel Zunft 1986“ angereist, um die Sitzung mit geballter Klangkraft zu eröffnen.
Gardetanz und scharfe Protokolle
Die tänzerische Nachwuchsarbeit der NFN glänzte auf ganzer Linie: Zuerst tanzten sich die Kids der Kleinen Garde in die Herzen der Zuschauer, gefolgt von den „Young Cheers“, die bereits seit Jahrzehnten eine feste Säule der Norheimer Fastnacht sind. Auch die Mittlere Garde begeisterte mit Präzision und Ausstrahlung.
In der Bütt wusste Nikolas Hower als „Chef vom Protokoll“ genau, wo der Schuh drückt, und blickte pointiert über den Tellerrand hinaus. Musikalisch hielt es niemanden auf den Stühlen, als Sängerin Eva Ender mit ihren Hits für echte Fastnachtsstimmung sorgte.
Ein besonderer Moment war der Auftritt von Nachwuchsrednerin Emily Saar. Sie berichtete herrlich ehrlich von den Leiden eines Kindes mit einer „Helikoptermutter“. Der Lohn für diese Leistung folgte prompt: Stephan Senft ernannte sie auf der Bühne offiziell zur neuen Kindersitzungspräsidentin. Mit dem glanzvollen Auftritt der Großen Garde verabschiedeten sich die Narren in die erste Pause.

Der zweite Teil startete mit Frauenpower – oder besser gesagt: mit dem Liebling der Frauen. Die Tanzgruppe „Schmittens Männer“ vertanzte die Route 66 von der West- bis zur Ostküste. Direkt danach strapazierte Yella Wand als „Tussnelda“ die Lachmuskeln, indem sie von ihrem extremen Nach-Weihnachtsstress berichtete.
Ein Highlight war die Reaktivierung der Tanzgruppe „Cheers“, die nach einer Pause mit einem grandiosen Tanz zurückkehrte. Auch aus dem Nähkästchen geplaudert wurde wieder: Daniel Flück berichtete amüsant von den Erlebnissen als „Familienoberhaupt der Flücks“.
Gänsehaut und die Legende vom Mond
Für einen der emotionalsten Augenblicke des Abends sorgten Stephan Senft und Eva Ender gemeinsam. Ihr Duett des Hits „Im Schatten des Rotenfels“ erzeugte wahre Gänsehautstimmung im Saal. Danach enterten die Männer des Balletts „MIB“ als Piraten die Bühne.

Der „Mann im Mond“ (Kay Eckstein) nahm mit gewohnt spitzer Zunge das Weltgeschehen und die lokalen Ereignisse ins Visier. Die von Erwin Gallon vor 66 Jahren geschaffene Figur sorgte auch diesmal bei manchem Gast für „Schweißperlen auf der Stirn“, aus Angst, selbst im Protokoll zu erscheinen. Den fulminanten tänzerischen Abschluss bildeten die „Ultimate Cheers“ mit ihrem Showtanz.
Hohe Ehrung zum Jubiläum
Mitten im närrischen Treiben wurde es noch einmal feierlich: Elferratsmitglied Beate Özcan erhielt für ihr jahrzehntelanges Engagement den „Närrischen Orden“ des Landes Rheinland-Pfalz, eine Auszeichnung von Ministerpräsident Alexander Schweitzer.

Ortsbürgermeister Uwe Sax überreichte den Orden und die Urkunde unter stehenden Ovationen.Zum großen Finale versammelten sich alle Aktiven auf der Bühne, um mit dem Lied „Mir sin vom Fassenachtsverein“ eine denkwürdige Jubiläumssitzung zu beschließen.
Fotoalbum zur Prunksitzung der NFN:

























































