BAD KREUZNACH. Mit ihrer zweiten Ampelaktion am vergangenen Samstag haben die Omas for Future erneut zahlreiche Passantinnen und Passanten am Salinenplatz erreicht.
Obwohl mehrere Aktive zeitgleich beim Jahresauftakt‑Treffen des For‑Future‑Bündnisses eingebunden waren, standen 15 engagierte Seniorinnen und Senioren mit Bannern, Plakaten und Flyern bereit, um über ihre Anliegen ins Gespräch zu kommen. Besonders gefragt waren erneut die beiden Flyer mit den 10 Forderungen an die nächste Landesregierung.
„Die Leute fühlen sich schlecht informiert. Alle demokratischen Parteien verstecken sich hinter Allgemeinplätzen wie: Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Demokratie stärken, Ränder bekämpfen, mehr Wachstum, die Menschen mitnehmen“, erklärt Carmen Rinker das große Interesse an den Infomaterialien. „Viele freuen sich über die konkreten Vorschläge in unseren Flyern, die zeigen, was die Menschen brauchen und was unser schönes Rheinland‑Pfalz wirtschaftlich stärkt und zukunftsfähig macht“, ergänzt sie.
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Heute setzen wir den Abdruck der 10 Forderungen mit Nr. 3 und Nr. 4 fort:
3. Plastikflut stoppen – Mehrweg fördern
Warum das wichtig ist
Plastik verschmutzt Böden, Flüsse und Meere, reichert sich in Nahrungsketten an und gefährdet Gesundheit und Ökosysteme. Einwegprodukteund schlechte Recyclingquoten verschärfen das Problem und belasten Kommunen mit hohen Entsorgungskosten. Ohne konsequentes Gegensteuern wächst die Belastung für kommende Generationen.
Was wir fordern
Landesweite Maßnahmen zur Reduktion von Einwegplastik, stärkere Förderung von Mehrwegsystemen und gezielte Investitionen in Recyclinginfrastruktur. Gesetzliche Vorgaben und Anreize sollen Produktion und Verbrauch nachhaltiger gestalten. Konsequente Durchsetzung der Gastro-Mehrwegverordnung.
Was das bringt
Sauberere Umwelt, geringere Müllentsorgungskosten für Kommunen und gesündere Lebensräume für Menschen und Tiere. Mehr Kreislaufwirtschaft schafft Arbeitsplätze und reduziert Rohstoffabhängigkeit. Langfristig sinken Gesundheits- und Entsorgungskosten.
Was jeder tun kann
Nutzen Sie Mehrweg, vermeiden Sie unnötige Verpackungen und unterstützen Sie Händler mit nachhaltigen Angeboten. Beteiligen Sie sich an lokalen Sammel- und Reuse‑Aktionen und geben Sie Rückmeldung an Politik und Handel. Jeder Verzicht auf Einweg zählt.
4. ÖPNV ausbauen – Land mobil machen
Warum das wichtig ist
Im ländlichen Raum sind viele Menschen ohne eigenes Auto schlecht mobil – das schränkt Teilhabe, Arbeit und Bildung ein. Fehlende Takte, schlechte Anschlüsse und unflexible Angebote machen den ÖPNV unattraktiv. Das fördert Isolation, steigert Individualverkehr und Emissionen.
Was wir fordern
Mehr Takt, bessere Anschlüsse, flexible Angebote wie Rufbusse und sichere Schulwege sowie integrierte Tarifmodelle. Landesförderung muss den ländlichen ÖPNV stärken und innovative Mobilitätskonzepte unterstützen. Bei Neuanschaffungen sollten Busse mit Elektroantrieb vorgeschrieben und gefördert werden.
Was das bringt
Mehr Mobilität für alle, geringere Kosten für Haushalte, weniger Stau und Emissionen sowie stärkere regionale Vernetzung. Attraktiver ÖPNV erhöht Lebensqualität und stärkt lokale Wirtschaftsräume. Zudem sinkt der Druck auf Straßeninfrastruktur.
Was jeder tun kann
Nutzen Sie Bus und Bahn, bilden Sie Fahrgemeinschaften und unterstützen Sie lokale Mobilitätsinitiativen. Geben Sie Feedback zu Fahrplänen und Haltestellen und beteiligen Sie sich an Bürgerdialogen zur Mobilitätsplanung. Jede Nutzung macht das Angebot besser.
Am kommenden Samstag,31. Januar sind die Omas for Future erneut von 11 bis 14 Uhr am Salinenplatz präsent – in der Hoffnung auf gutes Wetter und viele neugierige Menschen, die sich informieren und ins Gespräch kommen möchten.






