TRAISEN / BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG. In der Dunkelheit und bei nasskaltem Wetter haben zwei junge Kletterer am Dienstagabend die Aufmerksamkeit von Zeugen und Polizei auf sich gezogen. Die 18-Jährigen waren trotz eines bestehenden Kletterverbots in der Steilwand des Rotenfels unterwegs.
Gegen 18:40 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Mitteilungen über den Notruf sowie die Amtsleitung ein. Augenzeugen hatten sich bewegende Lichter in der imposanten Steilwand des Rotenfels beobachtet. Von der Ortslage Ebernburg aus konnten die Einsatzkräfte schließlich zwei Personen mit Stirnlampen ausmachen. Diese befanden sich im oberen Drittel der Felswand, rechtsseitig der Bastei, und bewegten sich langsam abwärts.
Gefährliche Bedingungen bei Dunkelheit und Regen
Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschten widrige Bedingungen: Bei lediglich 3 Grad Celsius und einsetzendem Nieselregen war es bereits vollkommen dunkel. Nach einer ersten Kontaktaufnahme konnte die Polizei glücklicherweise eine akute Notlage ausschließen. Die beiden Kletterer wurden angewiesen, ihr Vorhaben sofort abzubrechen und sich auf sicherem Weg in Sicherheit zu bringen.
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Konsequenzen für 18-Jährige werden geprüft
Nachdem die beiden Heranwachsenden den Fels verlassen hatten, stellte die Polizei deren Identität fest. Obwohl die 18-Jährigen mit entsprechender Kletterausrüstung ausgestattet waren, müssen sie nun mit rechtlichen Folgen rechnen. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das Klettern am Rotenfels aktuell untersagt.
Die Polizei prüft nun die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens und die Geltendmachung der Kosten für den Polizeieinsatz.
Die Beamten nutzten den Vorfall für einen dringenden Appell an die Sicherheit. „Das Klettern kann aufgrund der herrschenden Sicht- und Witterungsbedingungen erhebliche Gefahren mit sich bringen“, betonte die Polizei in ihrer Mitteilung. Der Rotenfels gilt als die höchste Steilwand nördlich der Alpen und stellt selbst unter Idealbedingungen hohe Anforderungen an Bergsportler. Bei Dunkelheit und Nässe wird ein solcher Aufstieg lebensgefährlich.





