BAD KREUZNACH. Omas For Future der Regionalgruppen Bad-Kreuznach und Nahe-Glan starteten ihre erste von neun Ampelaktionen zur Landtagswahl mit großer Unterstützung aus der Bevölkerung.
Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt zogen die Seniorinnen und Senioren vor kurzem mit Bannern und Plakaten während der Grünphasen über den Fußgängerüberweg Salinenstraße beim Salinenplatz. Parallel informierten Sie an einem Infostand zahlreiche Interessierte über ihre zehn Forderungen an die nächste Landesregierung.
Viele Passantinnen und Passanten nutzten die Gelegenheit, sich über die Anliegen der Umweltgruppe zu informieren. Diese setzte die Schwerpunkte auf Klima, Biodiversität und Energiewende. Themen wie Migrationspolitik, Bildung oder Wohnungsbau ließ man bewusst außen vor. Hans‑Peter Müller erklärt dazu: „Das sind natürlich auch alles wichtige Punkte, aber wir möchten die Themen in den öffentlichen Diskurs bringen, um die die meisten Parteien einen großen Bogen machen, weil sie denken, damit keine Wahlen gewinnen zu können. Wir möchten Klima- und Umweltschutz eine Stimme geben.“
Die zehn Forderungen wurden in zwei Flyern zusammengefasst und am Infostand verteilt. Heute beginnen wir mit dem Abdruck von Forderung Nr. 1 und Nr. 2:
1. Kommunen stärken für Klimaschutz und -Anpassung
Warum das wichtig ist
Klimaschutz wird vor Ort entschieden: Straßen, Schulen, Grünflächen und Hochwasserschutz betreffen uns direkt. Viele Kommunen sind jedoch finanziell und personell so belastet, dass sie notwendige Maßnahmen nicht planen oder umsetzen können. Ohne handlungsfähige Gemeinden bleiben gute Ideen auf dem Papier und Risiken für Bürgerinnen und Bürger steigen.
Was wir fordern
Eine verlässliche, langfristige Finanzierung für Städte und Gemeinden, die gezielt Klimaschutz und Klimaanpassung ermöglicht. So lange Klimaschutz u. -Anpassung auf Freiwilligkeit beruht, fehlt manchmal das Engagement und oft das Geld. Darum muss Klimaschutz kommunale Pflichtaufgabe werden. Zur Erfüllung der Pflichtaufgaben muss das Land laut Gesetz für die finanzielle Ausstattung sorgen.
Was das bringt
Mehr Lebensqualität durch sichere Infrastruktur, bessere Luft und attraktive öffentliche Räume; gleichzeitig sinken langfristig Kosten für Reparaturen und Notfallmaßnahmen. Kommunen werden resilienter gegenüber Extremwetter. Die Aufenthaltsqualität vor allem in den Städten steigt. Das stärkt das ganze Land wirtschaftlich und sozial.
Was jeder tun kann
Unterstützen Sie lokale Projekte, engagieren Sie sich in Bürgerinitiativen und fordern Sie von Ihrer Gemeinde, die Prioritäten richtig zu setzen. Informieren Sie sich über kommunale Haushaltsentscheidungen und stimmen Sie bei lokalen Beteiligungsformaten mit ab
2. Netze ausbauen für die Energiewende
Warum das wichtig ist
Erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne sind vorhanden, doch ohne moderne Stromnetze können Erträge nicht zuverlässig verteilt werden. Veraltete Leitungen, lange Genehmigungsprozesse und fehlende Speicherkapazitäten blockieren die Energiewende. Das verzögert Investitionen und erhöht die Abhängigkeit von fossilen Importen.
Was wir fordern
Beschleunigte Genehmigungsverfahren, gezielte Investitionen in Netzausbau und intelligente Steuerungstechnik sowie Förderung von Speichern und Sektorenkopplung. Landespolitik muss Hemmnisse abbauen und Planungssicherheit für Kommunen und Investoren schaffen.
Was das bringt
Mehr regionale Energieversorgung, stabilere Preise und höhere Versorgungssicherheit – auch bei Spitzenlasten. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort. Ein modernes Netz macht die Energiewende effizienter und langfristig auch billiger.
Was jeder tun kann
Sparen Sie Energie, statten Sie ihr Dach mit einer PV‑Anlage aus und informieren Sie sich über lokale Energiegemeinschaften. Beteiligen Sie sich an Bürgerenergieprojekten. Auch kleine Schritte vor Ort beschleunigen die Transformation.
Entgegen ersten Ankündigungen werden die Ampelaktionen auch an den nächsten drei Samstagen durch einen Infostand unterstützt. Die Gruppe freut sich, jeweils von 11:00 bis 14:00 Uhr am Salinenplatz wieder mit vielen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Alle Bürgerinnen und Bürger, Eltern und Großeltern, Umweltschützer und Demokratie-Fans sind herzlich eingeladen vorbeizukommen, sich zu informieren, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion über die Zukunft des Landes zu beteiligen.
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