Julia Klöckner MdB empfängt Bernd Alsfasser und Ralf Hechler
BAUMHOLDER/RAMSTEIN. Manchmal entstehen politische Gespräche ganz unkompliziert: Als die heimische Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner hörte, dass Bernd Alsfasser, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, und sein Amtskollege Ralf Hechler, VG-Bürgermeister von Ramstein, anlässlich der Verleihung des „Preises Bundeswehr und Gesellschaft“ in Berlin sind, lud sie die beiden kurzerhand zu einem Gespräch in den Deutschen Bundestag ein.
Ramstein und Baumholder gehören zu den wichtigsten US-Militärstandorten in Europa. Ramstein ist der größte US-Militärflughafen in Europa und das Logistikdrehkreuz für US-Streitkräfte weltweit, besonders für Operationen in Afrika und im Nahen Osten. Auf der Basis arbeiten direkt rund 9.000 Militärangehörige und Zivilisten. Insgesamt leben in der Region um Kaiserslautern rund 50.000 Amerikaner einschließlich ihrer Familien. In Baumholder leben etwa 5.000 Soldaten sowie rund 4.000 Zivilangehörige, darunter Familien und zivile Beschäftigte. Zusammen mit weiteren Einrichtungen rund um Kaiserslautern und Spangdahlem zählt Rheinland-Pfalz zu den größten US-Militärregionen außerhalb der Vereinigten Staaten.
„Garnisonsstandorte wie Ramstein und Baumholder sind in Zeiten globaler Unsicherheiten nicht nur militärisch wichtig, sondern auch ökonomisch unverzichtbar für unsere Region“, so Julia Klöckner. „Sie sichern Arbeitsplätze, stärken lokale Kaufkraft und sorgen für Investitionen in Infrastruktur.“
Im Gespräch berichteten die VG-Bürgermeister über laufende Baumaßnahmen, etwa neue Unterkünfte, Übungsflächen und Infrastrukturprojekte, mit denen die Präsenz der US-Streitkräfte langfristig gesichert werden soll. In Baumholder entstehen zusätzliche Wohnbereiche und Einrichtungen für Soldaten und Familien; in der Nähe von Ramstein wird unter anderem ein großes neues Militärhospital gebaut, das künftig auch zentrale medizinische Aufgaben für US-Truppen in Europa übernehmen soll.
Zugleich spielt der US-Politik-Kontext eine Rolle: Präsident Donald Trump hat wiederholt über eine Reduzierung der US-Truppen in Europa diskutiert, will laut aktuellen Äußerungen aber keinen vollständigen Abzug der rund 37.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten.
Für die Verbandsgemeinden sind diese Entwicklungen mehr als abstrakte Debatten: Ein weitgehender Abzug würde tief in die regionale Wirtschaft hineinwirken. Dagegen sehen Bernd Alsfasser und Ralf Hechler in den aktuellen Investitionen ein klares Signal für eine anhaltende Zusammenarbeit – sowohl militärisch als auch zivil.
„Solche Gespräche sind wichtig, um die Perspektiven vor Ort sichtbar zu machen und politische Entscheidungen in Berlin zu informieren“, so Bernd Alsfasser. Sein Amtskollege Ralf Hechler ergänzte: „Unsere Gemeinden brauchen Planungssicherheit – für die Soldaten, ihre Familien und alle, die hier leben und arbeiten.“
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