OBERHAUSEN / NAHE. Anlässlich des Neujahrsempfangs der Ortsgemeinde nutzte das Orga-Team die Möglichkeit, den Spendenbetrag der letzten Talweihnacht am 29. November 2025 an Ortsbürgermeister zu übergeben. Als das Orga-Team den symbolischen Scheck an Ortsbürgermeister Marcus Röth auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus, da das Gemeindehaus im Moment umgebaut wird, überreichte, ging ein Raunen durch die Reihen der zahlreichen Gäste. Stolze 6.600 Euro waren bei der nur fünfstündigen Talweihnacht zusammengekommen. Es ist der höchste Einzelbetrag, der in der achtjährigen Geschichte des Marktes erzielt wurde.
42.100 Euro für die Dorfgemeinschaft
Das Geld soll, ganz nach dem Motto „Von Bürgern für Bürger“, allen Generationen im Ort zugutekommen. Konkret ist geplant, den Generationenplatz durch die Anschaffung moderner Fitnessgeräte weiter aufzuwerten.
Die Bilanz des ehrenamtlichen Engagements ist beeindruckend: Über die Jahre hinweg hat das Team nun bereits insgesamt 42.100 Euro an die Gemeinde gespendet. Eine Summe, die zeigt, wie tief verwurzelt und erfolgreich die Talweihnacht in Oberhausen ist.

Personalnot gefährdet Fortsetzung
Doch hinter den glänzenden Zahlen verbirgt sich eine ernste Lage. Sprecher Markus Wolf nutzte die Bühne des Empfangs für einen dringenden Appell. „Ohne neue Köpfe können wir diese Angebote in diesem Jahr nicht mehr organisieren“, erklärte Wolf unmissverständlich.
Zwei langjährige Mitglieder sind aus Alters- und Zeitgründen aus dem Team ausgeschieden. Da diese Personen maßgeblich für die Leitung und Organisation einzelner Stände verantwortlich waren, klafft nun eine Lücke, die das verbliebene Kernteam nicht dauerhaft schließen kann. Unter anderem ist der Waffelstand und die Futterkrippe zu besetzen. Alle Gewinne aus den verschiedenen Ständen fließen in den Spendenbetrag der Talweihnacht hinein. „Wir brauchen jetzt ‚neue Gesichter‘, um die Fortsetzung der Talweihnacht zu gewährleisten“, so Wolf weiter. Er verwies dabei auch auf die gesundheitliche und zeitliche Belastung der verbliebenen Helfer.
Entscheidung bis zum 1. März
Das Orga-Team verfolgt einen genauen Zeitplan. Bis zum 1. März 2026 müsse sich entscheiden, ob genügend Unterstützung zusammenkommt. Sollten sich keine neuen Mitstreiter finden, werde es in diesem und den kommenden Jahren keine Talweihnacht mehr geben.
„Das wäre ein herber Verlust für unser Dorfleben“, hieß es abschließend vom Team. Nun liegt der Ball bei den Bürgern von Oberhausen, damit die Erfolgsgeschichte der Talweihnacht nicht nach acht Jahren ein jähes Ende findet.





