BAD KREUZNACH. Premiere beim Verein „Kreiznacher Narrefahrt“: Erstmals in der Geschichte des Schorsch-Renkel-Ordens wurde die renommierte Auszeichnung an eine Person verliehen, die keinem Fastnachtsverein angehört. In einer feierlichen Zeremonie erhielt Markus Wolf aus Oberhausen an der Nahe die Ehrung für sein jahrzehntelanges Engagement rund um das närrische Brauchtum.
Normalerweise ist der Orden aktiven Vereinsmitgliedern vorbehalten, doch bei Markus Wolf machte der Verein eine Ausnahme. Zugmarschallin Cornelia Christmann-Fall überreichte die Auszeichnung an einen Mann, der aus der Fastnachtsszene in Stadt und Kreis nicht mehr wegzudenken ist.
Laudatio in Versform: „Konfetti im Blut“
Das fastnachtliche Engagement würdigte Landrätin Bettina Dickes in ihrer Laudatio. In Versform beschrieb sie das Wirken von Wolf. Schon als Kind stand er in Dorsheim, wo er aufwuchs auf der Narrenbühne und später auch auf der Bühne der Theatergruppe Schinderhannes. Die Kreuznacher Fastnacht lernte er in den 1990er Jahre kennen, wo er unter anderem für die BILD-Zeitung über die 5. Jahreszeit berichtete. Zu dieser Zeit wurde die jährliche Eröffnung noch immer am 11.11. um 11.11 Uhr auf dem Kornmarkt gefeiert.
In den folgenden Jahren berichtete er für verschiedene Medien von der 5. Jahreszeit, bevor er 2011 mit der Nachrichtenplattform Nahe News an den Start ging und die Fastnacht in der fünften Jahreszeit unter anderem zum Redaktionsalltag gehört.

Landrätin Dickes sprach in ihrer Laudatio an, dass die Fastnacht sie seit Jahren mit dem Geehrten verbindet, da man sich auf unzähligen Sitzungen trifft. „Das Konfetti im Blut unser beider Pulsschlag regiert. Markus, du bist Fastnachter mit Leib und Seel und unersetzlich in der Unterstützung der Vereine, und immer zur Stelle“, so Dickes.
Der Verein „Kreiznacher Narrefahrt“ profitiert seit 22 Jahren von Wolfs Expertise in der Jury zur Bewertung der Zugbeiträge. Zudem betreut er die Homepage, pflegt den Social-Media-Kanal bei Instagram und stellt dem Verein sein umfangreiches Fotoarchiv zur Verfügung.
In seiner Dankesrede zeigte sich der Preisträger sichtlich gerührt: „Es ist eine große Ehre, diesen Orden als Privatperson zu erhalten.“ Sein Engagement sieht er als Herzensanliegen: „Die Vereine haben ein Recht darauf, gerade in der Zeit der Saalfastnacht in den Medien präsent zu sein.“
Überraschungen und ein perfekter Fassanstich
Für den passenden Rahmen sorgten tänzerische und musikalische Beiträge: Das Tanzpärchen und die TuS-Garde aus Winzenheim sowie die Garde der Hackenheimer Nachteule begeisterten mit ihren Auftritten.

Ein besonderes Highlight setzten die Hofsänger der Weisse Fräck: Sie widmeten Wolf zur Melodie von „Mein Vater war ein Wandersmann“ das Lied „Der Markus ist ein guter Mann“.Völlig überwältigt von dieser Geste sprang der Geehrte in bester Hans-Rosenthal-Manier in die Luft und rief: „Das war spitze!“ Zum Abschluss bewies Markus Wolf praktisches Geschick: Mit nur drei Schlägen schlug er das von der Kirner-Brauerei gespendete Bierfass an und läutete damit den geselligen Ausklang des Ordensnachmittags ein.
Anmerkung der Redaktion: Der Geehrte Markus Wolf ist Herausgeber der Interneteitung Nahe News.
Fotoalbum von der Verleihung















