RHEINLAND-PFALZ. Die Gastronomie im Land atmet auf: Mit der Zustimmung des Bundesrates zum Steueränderungsgesetz ist der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen ab dem 1. Januar 2026 dauerhaft gesichert. Für den DEHOGA Rheinland-Pfalz ist dies ein historischer Sieg für die Steuergerechtigkeit und den Erhalt der regionalen Vielfalt.Lange wurde darum gerungen, nun herrscht Klarheit. Während der ermäßigte Steuersatz in den vergangenen Jahren oft nur als befristete Krisenhilfe galt, schafft die Politik nun eine dauerhafte Lösung. Ausgenommen von der Regelung bleibt lediglich die Abgabe von Getränken.Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz, bezeichnete die Entscheidung als die wichtigste Maßnahme zur Stärkung der Branche. „Diese Entscheidung schafft endlich Steuergerechtigkeit, sichert Existenzen und Arbeitsplätze und erhält die gastronomische Vielfalt in unseren Städten und ländlichen Regionen“, so Haumann.
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Besonders betont der Verband das Ende der Wettbewerbsverzerrung. Bisher wurden Lieferdienste und der Einzelhandel steuerlich bevorzugt. Mit der Vereinheitlichung auf 7 Prozent für alle Speisen – egal ob im Restaurant serviert oder an der Haustür geliefert – wird diese Benachteiligung nun dauerhaft beseitigt.
Die Branche benötigt diese Unterstützung dringend. Massiv gestiegene Kosten für Energie und Rohstoffe sowie die anstehende Mindestlohnerhöhung setzen viele Betriebe unter Druck. Die steuerliche Entlastung fungiert hier als notwendiger Puffer. Dabei profitiert nicht nur das klassische Restaurant an der Ecke.
Die Regelung stärkt auch: Gemeinschaftsgastronomie:
Caterer, die täglich rund 17 Millionen Menschen in Kitas, Schulen und Krankenhäusern versorgen.
Regionale Wirtschaftskreisläufe:
Landwirte, Winzer, Brauereien und das Lebensmittelhandwerk, die eng mit der Gastronomie verzahnt sind.
Für Haumann geht die Bedeutung der Entscheidung weit über nackte Zahlen hinaus. Gastronomie sei ein Anker für den sozialen Zusammenhalt. „Lebendige Innenstädte, attraktiver Tourismus und funktionierende Dorfgemeinschaften sind ohne eine vielfältige Gastronomie nicht denkbar“, betont der Präsident.
Die breite Zustimmung in der Länderkammer sieht der Verband als Anerkennung der gesellschaftlichen Leistung der Wirte. Die Politik habe Wort gehalten und den Wert der Gastronomie als Ort der Begegnung und Lebensqualität erkannt.






