BAD KREUZNACH. Die Stadt Bad Kreuznach musste die Quellenhofbrücke am 12. Dezember mit sofortiger Wirkung vorsorglich sperren. Grund für diese drastische Maßnahme sind schwerwiegende Mängel an der Statik, die im Rahmen einer aktuellen Untersuchung ans Licht kamen.
Wie die Stadtverwaltung jetzt mitteilte, basiert die Entscheidung auf dem Gutachten eines beauftragten Ingenieurbüros. Die Experten stellten bei der Routineprüfung fest, dass das Bauwerk erhebliche altersbedingte Schäden aufweist, die die Tragfähigkeit gefährden könnten. Die Liste der festgestellten Mängel ist besorgniserregend. Insbesondere wurden massive Korrosionsschäden (Rost) an zentralen, tragenden Bauteilen entdeckt. Zudem fanden die Ingenieure Risse im Bereich von Schweißnähten.
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Da nach diesen Befunden eine sichere Nutzung der Brücke nicht mehr zweifelsfrei gewährleistet werden kann, zog die Stadt in enger Abstimmung mit den Fachleuten die Reißleine. Die Sperrung für den Personenverkehr gilt „bis auf Weiteres“ und dient primär dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger.
Wie geht es weiter? Entscheidung im Januar
Die Quellenhofbrücke gilt aufgrund ihrer Bauweise als konstruktiv und statisch komplex, was eine schnelle Lösung erschwert. Das Ingenieurbüro arbeitet derzeit an einer detaillierten Analyse und prüft verschiedene Szenarien für die Zukunft des Bauwerks.
Die Ergebnisse sowie erste Handlungsoptionen werden am Montag, 13. Januar im Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr vorgestellt. Bei dieser Sitzung gibt es eine ausführliche Schadenspräsentation und Beratungen über das weitere Vorgehen, ob die Brücke saniert wird oder ein Neubau geplant werden muss.
Bis zu dieser Sitzung bleibt die Brücke für den Verkehr voll gesperrt. Passanten werden gebeten, die entsprechenden Umleitungen zu nutzen und die Absperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit strikt zu beachten.





