KREIS BAD KREUZNACH. Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises An Nahe und Glan hat Superintendentin Astrid Peekhaus mit großer Mehrheit für eine weitere Amtszeit bestätigt – ein deutliches Vertrauenssignal bei der Herbstsynode 2025 im Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Die Wiederwahl stand sichtbar im Mittelpunkt der Tagung. Für viele Synodale ist Peekhaus eine verlässliche Größe, die ihre Arbeit mit ruhigem Ton, klarem Blick und erkennbarer Nähe zu den Gemeinden gestaltet.
In ihrer Vorstellung zeichnete sie ein realistisches Bild der kommenden Jahre: weniger
Pfarrerinnen und Pfarrer, wachsende Aufgaben, zunehmende Anforderungen an
Teamarbeit und die Frage, wie Kirche unter veränderten Bedingungen verlässlich bleibt.
Ihr Satz „Ich möchte einfach mit Ihnen weitergehen in unserem Kirchenkreis an Nahe und
Glan“ wurde zum Leitmotiv der Sitzung und fand breite Resonanz. Wortmeldungen
betonten ihre Fähigkeit, Konflikte transparent zu begleiten, Zusammenhänge verständlich
zu erklären und Veränderungsprozesse nicht zu beschönigen, sondern zu gestalten.
Deutlich wurde vor allem, dass der Kirchenkreis seine Strukturen aktiv weiterentwickelt.
Peekhaus beschrieb die Nachbarschaften – also engere Kooperationen zwischen
Gemeinden – als bereits gelebte Realität. Gemeinsame Gottesdienste, abgestimmte
Verwaltung, geteilte Verantwortlichkeiten und multiprofessionelle Teams seien nicht mehr
Übergangslösung, sondern Zukunftsmodell. Die Synode unterstützte diesen Kurs und
erwartet bis zur Sommersynode 2026 verbindliche Modelle, wie Seelsorge, Verwaltung
und Zusammenarbeit in den Regionen organisiert werden.
Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Synodalen zudem die neue Kirchenkreiskonzeption. Der Text zeichnet Kirche als Raum der Beteiligung, der
Beziehungen und der Begegnung und beschreibt die Gemeinden und Arbeitsfelder
bildhaft als „Hoffnungsnetz mit verheißungsvollen Knoten“. Die Konzeption ist das
Ergebnis eines langen Beratungsprozesses und bündelt Themen, die den Kirchenkreis
künftig prägen sollen – von ökologischer Verantwortung bis hin zu inklusiver und
interkultureller Arbeit.
Einen besonderen Schwerpunkt setzte die Synode im Bereich Jugendarbeit. Die bisherige
Budgetierung des Jugendreferats wurde aufgehoben; künftig wird der Arbeitsbereich
vollständig über den Haushalt des Kirchenkreises abgesichert. Das schafft
Planungssicherheit in Zeiten steigender Kosten und würdigt die Bedeutung der Arbeit mit
jungen Menschen. Eindrucksvoll sichtbar wurde dies im vorgestellten Projekt
„BeYourself#music“, einer Bildungsfahrt nach Eisenach, bei der Jugendliche Fragen nach
Identität, Selbstwert und Vielfalt mit Musik verbanden und ihre Ergebnisse in einer
öffentlichen Präsentation vorstellten.
Verwaltungsamtsleiter Dirk Bröselge legte den Haushalt vor. Trotz steigender Belastungen
bleibt der Kirchenkreis auf stabilem Kurs. Der Jahresabschluss 2021 wurde nach Klärung
eines formalen Vorgangs bestätigt.
Im Zusammenhang mit dem Evangelischen Kirchentag wurde Luca Bergfelder als Vertreter
des Kirchenkreises benannt. Er ist seit Jahren im Kirchenkreis aktiv und bringt fundierte
Erfahrungen aus der Jugend- und Bildungsarbeit sowie aus landeskirchlichen Gremien
mit.
Am Ende der Tagung dankte Assessorin Ulrike Scholheiz-Wenzel allen Beteiligten und hob
die Bedeutung der Wiederwahl hervor. Superintendentin Peekhaus schloss die Sitzung mit
einem Satz, der die Stimmung des Tages einfing: „Wir werden nur miteinander
weitergehen.“
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