BAD SOBERNHEIM. Alarmierende Wiederholung in Bad Sobernheim: Nur einen Tag nach dem Großbrand am Mittwoch kam es am Donnerstagmorgen erneut zu einem Großeinsatz in der Asklepios-Klinik. Um 7.25 Uhr wurde die Brandmeldeanlage ausgelöst – wieder war ein Brand in einer Baudehnungsfuge die Ursache.
Wie bereits am Vortag mussten die Einsatzkräfte wegen eines sogenannten Dehnungsfugenbrandes in der Nähe der ersten Einsatzstelle anrücken. Nach Auskunft des Pressesprechers vom Team Medien, Jörg Dindorf, brach das offene, kleine Feuer diesmal circa fünf Meter von der ursprünglichen Brandstelle entfernt aus.
Das Klinikpersonal reagierte routiniert: Die Patienten wurden umgehend in ein Nachbargebäude gebracht, um sie vor Rauch und möglichen Gefahren zu schützen.
Sechs Bewohner vorsorglich im Krankenhaus
Die Feuerwehren Bad Sobernheim und Monzingen waren mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Die Dehnungsfuge wurde sorgfältig kontrolliert und von den Einsatzkräften vorsorglich „durchgestochen“, um versteckte Glutnester auszuschließen. Zur Unterstützung wurde ein Spezialschneidegerät der Feuerwehr Worms angefordert, das mit hohem Wasserdruck arbeitet; dieses musste jedoch nicht mehr zum Einsatz kommen.

Die Sicherheit der Patienten hatte oberste Priorität: Ein Großaufgebot der „Schnelleinsatzgruppe“ (SEG) aus dem Kreis Birkenfeld und die Führungsunterstützung Gesundheit war vor Ort, um die schnelle Versorgung im Notfall zu gewährleisten. Sechs Bewohner mussten vorsorglich wegen eventueller Atembeschwerden und Kreislaufprobleme in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.

Bürgermeister lobt Professionalität
Bürgermeister Uwe Engelmann machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und lobte die professionelle Arbeit aller Beteiligten. Er drückte seine Dankbarkeit für die schnelle und koordinierte Einsatzabwicklung von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Verbandsgemeinde aus.
„Trotz teils erschreckender Lagen sieht man bei den Einsatzkräften die Professionalität bei der Einsatzabwicklung“, so Engelmann. Er hob hervor, dass sich die Entscheidung, seit diesem Jahr einen hauptamtlichen Wehrleiter einzustellen, als sehr gut erweise. Die personelle Aufstellung der Feuerwehr werde im Januar durch zwei hauptamtliche Gerätewarte weiter gestärkt.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursachen für die beiden Brände festzustellen. Gesicherte Erkenntnisse liegen derzeit bisher nicht vor.








