KREIS BIRKENFELD. „Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen“: Unter diesem Motto haben am Dienstag die „Orange Days“ begonnen. Die internationale Kampagne läuft bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Auch im Nationalparklandkreis Birkenfeld stehen während dieser Zeit zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm.
Zum Auftakt wurden am Dienstag vor dem Birkenfelder Schloss zwei Fahnen mit der klaren Botschaft „Wir sagen Nein zu Gewalt gegen Frauen“ gehisst. Rund 30 Teilnehmer/innen spannten zudem orangefarbene Regenschirme als sichtbares Symbol des Zusammenhalts auf. Am Brunnen vor dem Haupteingang wurde eine orangefarbene Bank aufgestellt, flankiert von mehreren orange besprühten, leeren Schuhpaaren – stellvertretend für Frauen und Mädchen, die einem Femizid zum Opfer gefallen sind.
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Die Zahlen, die das Bundesinnenministerium und das Bundeskriminalamt veröffentlicht haben, unterstreichen die Dringlichkeit des Themas: Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 308 Frauen und Mädchen gewaltsam getötet, 191 davon durch Partner, Expartner oder Familienangehörige. Insgesamt registrierte das Bundeskriminalamt 2024 rund 266.000 Opfer häuslicher Gewalt – 10.000 mehr als im Jahr zuvor.
Der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Melanie Becker-Haßdenteufel und Ulrike Simon, war am Dienstag eine breite Palette an Teilnehmer/innen gefolgt. Mit von der Partie waren Delegationen des Vereins „Frauen helfen Frauen“ mit seinen Projekten Frauenhaus, Frauennotruf und Interventionsstelle in Idar-Oberstein, die „Freitagsfrauen“ aus Birkenfeld , Mitarbeiterinnen der VG-Verwaltung Birkenfeld, eine große Abordnung von Bündnis 90/Die Grünen sowie Vertreter/innen von SPD und CDU – darunter der Birkenfelder Stadtbürgermeister Hans-Peter Lampel (SPD), die Erste VG-Beigeordnete Claudia Feis (CDU) und das Kreistagsmitglied Frederik Grüneberg (CDU).
Seitens der Kreisverwaltung setzten Landrat Miroslaw Kowalski sowie die Dezernenten Kathrin Alfers und Roland Praetorius mit ihrer Anwesenheit ebenfalls ein deutliches Zeichen der Solidarität.
Zeitgleich wurden auch vor der VG-Verwaltung Herrstein-Rhaunen die „Orange Days“ mit dem Hissen der Fahnen eröffnet. Am Nachmittag folgte auf dem Schleiferplatz in Idar eine Kundgebung unter dem Motto „Femizide stoppen“.
In den nächsten zwei Wochen lädt der Arbeitskreis, der das Programm der „Orange Days“ im BIR-Kreis zusammengestellt hat und in dem ein breites Bündnis an Akteur/innen engagiert ist, zu vier weiteren Veranstaltungen ein.
Dies sind:
- eine Lesung im Birkenfelder Schloss (Donnerstag, 27. November),
- ein WenDo-Selbstbehauptungskurs im Birkenfelder BIG-Center ( Samstag, 29. November),
- ein Vortrag zu antisexistischer Awareness im Sitzungssaal der Kreisverwaltung (Donnerstag, 4. Dezember)
- und die Vorführung des preisgekrönten Films „Morgen ist auch noch ein Tag“ im Movietown in Neubrücke (Dienstag, 9. Dezember).
Während des gesamten Aktionszeitraums erstrahlen zudem verschiedene Gebäude im Kreis in Orange – darunter in Idar-Oberstein der Bahnhof, die Stadtverwaltung und das Deutsche Edelsteinmuseum. Auch vor der VG-Verwaltung in Baumholder werden die Kampagnenfahnen gehisst, um klarzumachen, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft keinen Platz hat.
Mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen und zur Anmeldung gibt es unter www.vhs-birkenfeld.de









