BRETZENHEIM. Die Ministerin des Landes Rheinland-Pfalz für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung besuchte jetzt in Begleitung des SPD-Landtagsabgeordneten Michael Simon die Wohnungslosenhilfe Eremitage Bretzenheim des Trägers der kreuznacher diakonie.
Ziel des Besuchs war die Information über die Arbeitsfelder und Hilfen der Wohnungslosenhilfe zur Stabilisierung, Beratung und Begleitung bei gesundheitlichen, sozialen und finanziellen Problemen.
Einrichtungsleiter Heiner Trautig stellte die Eremitage vor, auf der mehr als 50 Personen wohnen und leben. In der Arbeit mit diese geht es um die Gewährleistung einer materiellen Grundsicherung, die persönliche und sozialhilferechtliche Beratung und Unterstützung, Hilfen zur Arbeit, Tagesstrukturierung, Hilfen zur Beschaffung und Erhaltung einer Wohnung, Freizeitangebote und Seelsorge.
Er verwies außerdem auf weitere Hilfen wie das Café Bunt und das Betreute dezentrale Wohnen in Bad Kreuznach. Im Fokus standen individuelle Unterstützungsangebote bis hin zu einer langfristigen Perspektive aus der Wohnungslosigkeit zu kommen.
Eine offene Gesprächsrunde mit Fachkräften, der Geschäftsführung der Wohnungslosenhilfe und des Vorstandes thematisierte die Ursachen von Wohnungslosigkeit, darunter Armut, Suchtprobleme, persönliche Lebenskrisen und zunehmend psychische Erkrankungen.
Schall zeigte sich beeindruckt von der Vernetzung wohnungsnaher Hilfen mit medizinischer, psychosozialer und psychiatrischer Versorgung sowie sektorenübergreifender Kooperationen. Die Eremitage wurde als zentrale Anlaufstelle mit differenzierten Angeboten vorgestellt, die eine sichere Lebensperspektive ermöglichen. Betont wurde der Bedarf an verlässlichen Netzwerken aus Sozialarbeit, Gesundheitsdiensten und Kommunalverwaltung sowie die Notwendigkeit des koordinierten Agierens.
Der Aufenthalt endete mit Ausblicken auf zukünftige Entwicklungsperspektiven der Wohnungslosenhilfe. Dabei wurde insbesondere deutlich, dass sich die Hilfen weiter zielgenau ausdifferenzieren müssen. Die kreuznacher diakonie habe eine hohe fachliche Kompetenz und Erfahrung in der sozialen Arbeit mit wohnungslosen Menschen, sie leiste durch individuelle Unterstützung und Begleitung beim Weg aus der Obdachlosigkeit einen ganz wichtigen Beitrag in der kommunalen Sozialpolitik.
Michael Simon hob hervor, wie wichtig die Schaffung und Mobilisierung von Wohnraum sei. Er lobte nicht zuletzt auch die präventiv arbeitende und vor dem drohenden Verlust der Wohnung eingreifende Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung. Gerade der Vernetzung komme hier eine zentrale Bedeutung zu.
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